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3 (1903) 1587 - 1592
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210
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210 1589 225-226.

vostre respect" ein sehr schlechter Rat von solchen, die den RuinLothringens am Liebsten sehen würden. Bittet K. die KroneFrankreich, deren Nachbar und Verbündeter er ist, in Betracht zuziehen; der Staat des Königs, dessen Sache schlecht zu stehenscheint, „est en la main de dieu, qui est le soustien des thronesqu'il a establis et qui ne laisse jamais impunie la rebellion mani-feste d'un peuple". Der König, von mächtigen Freunden unter-stützt, kann bald Gelegenheit haben sich für Ks. Weigerung zurächen. Auch der völlige Sieg über ein verwaistes fürstlichesMädchen von 14 Jahren ohne alle Hülfe würde K. keine Ehrebringen; auch sie kann in Zukunft vielleicht „par l'ayde de ceuxauxquels eile s'alliera", Gelegenheit zur Rache finden. „Pensez aureste, je vous prie, que dieu est le dieu et protecteur des orphelins".Wiederholte dringende Warnung, K. möge nicht die Existenz seinesStaats an eine ebenso geringfügige als gefährliche Sache setzen.. ;

Marb. Karpfalz 1580—91. Oop.

24. Juli 226. Memo rial Pfalzgraf Reichards für den an Johann

Simmern Casimir abgesandten Obristen Hans Bernhard von

Walbron.

(Schombergs frühere Beziehungen zur Ligue; sein Kommando der deut-schen Hülfstruppen für Heinrich III. zu verhindern.)

Dank für J. C. vetterliche und beständige Gesinnung in seinerbewussten Sache, die für alle Stände A. C. und besonders für dieganze Pfalz wichtig ist. Die ev. Fürsten sollen sich nach dem Bei-spiel K. Heinrichs ao. 52. erweisen und vor allem einen aus ihrerMitte zu dem Werk deputiren, um so mehr als Kaspar von Schönbergohne Zweifel seinen Bruder, Ernst von Mandelslohe und Stachinsvon Honsberg u. a., die früher der Liga gedient, zu diesem Werkziehen möchte, nach J. C. Andeutung gegen Walbron. Kaspar würde,wenn man Leute und Geld ohne ein fürstliches Haupt verabfolgte,am Liebsten selbst das Haupt sein und auch jbei der Ernennungeines jungen Fürsten „das regiment in händen und das bett in alwegmit den vier zipfeln gar behalten". Erinnert an Seh. „blinde ge-fengnus zum anfang der Liga" sowie daran, dass er den Königzwei Jahre lang zu der Liga gereizt und hier aussen an etliche nachGuise's Tod sehr parteiische Briefe im Sinn der Liga geschriebenhabe, 1 Um so mehr wird er sich jetzt bemühen dem König seineTreue zu beweisen, aber als einer, der französisch und in Frank-

i Vgl. II. 332 A. 1; 336; 360. Am 31. Juli berichtet ReichardJ. C, Seh. habe bald nach Guise's Tod ein Brieflein nach Koblenz ge-schrieben, „das die Schweizer auch zu dem erlichen handel geholfenetc. (vermeinende H. von Guis dot) sich haben gebrauchen lassen, welchsone verdacht nit ist" (Ma 545/6 eigh.). J. C. antwortete am 4. August,mit Seh. solle man sich zur Zeit noch nicht aufhalten, aber er werde desBriefleins nach Koblenz gelegentlich und gebührenden Orts Erinnerungtun. Am 9. Aug. berichtigt J. C. eine Mitteilung Reichard's, Friedrichvon Würtemberg sei zum Feldherrn gewählt; Fr. sei nur an der WerbungKriechingens beteiligt; es sei noch nichts versäumt.