224—225. 1589 209
Schomberg vom K. längst nach England geschickt; man wundertsich in Frankreich noch keine Nachricht von seiner Ankunft inzu haben. Es soll daher ein anderer Gesandter unterwegs sein. 1Von einer Gefangenschaft Seh. weiss man nichts.
Ma. 515/5 f. 341. Conc. (Reuber.)
225. Johann Casimir an Karl von Lothringen. 5 14- Juli
(Wiederholte Warnung des Herzogs als seines Jugendfreundes vor der Heidel-Ligue und vor dem feindlichen Vorgehen gegen die Herzogin von Bouillon.) er S
Auf K. Sehr, vom 13. (pr. 9. Juli). Dankt für die Versorgungder Klöster. Freut sich über die gute Aufnahme seines Rats;„auquel pourceque ne me respondez comme j'estimois et esperoisque feriez, je vous ay bien encores voulu prier par la präsente deeroire que l'advis et conseil ne procedoit que d'un tres-grand ddsirque j'ay de veoir vos affaires en bon train et vostre pays remisen Testat et splendeur, auquel il a este cy-devant, et non despen-dant d'une issue que tous clairvoyants aux affaires presentes jugentet disent tout hault ne pouvoir estre que tres-perilleuse. Que sije ne vous avois cogneu des longstemps prince facile et de tres-bonnaturel, et si ce n'estoit l'amytie que nous avons eue des nosjeunes ans, ayants este nourris ensemble, et laquelle mesmes nousavous tousjours depuis eultivee par une bonne correspondance, je nem'hazarderois derechef, monsieur mon cousin, ä vous exhorter aunom de dieu de penser ä Testat de vos affaires et ne mespriser lesadvertissements, par lesquels vous meilleurs et plus fidelles amisvous exhortent de quitter leparty de la Ligue etconsiderer vifvementet ä bon escient Tissue tres-dangereuse qui vous peut advenir etaux vostres, vous s6parant d'avec la couronne de France, ä laquellevous avez eu honneur jusques icy d'estre allie". Weiss, dass K.nach der Aufforderung des Königs durch den s r de Leoudieu [?]die junge Herzogin von Bouillon in Ruhe zu lassen und sich güt-lich auseinanderzusetzen, statt einer so gerechten Aufforderung statt-zugeben, sich entschlossen hat vielmehr das Schloss von Jametznoch stärker zu bedrängen und 8 Geschütze hinzuschaffen, „sauf
1 Am 16. Juli schrieb Pf. Johann aus Zweibrücken an J. C, Baradat[dem J. für seine Bückreise nach Frankreich u. a. ein Sehr, vom 12. Julian Navarra mit Glückwunsch, Erbieten und Beglaubigung zustellte] reiseheute von hier zu Schomberg, der vor 14 Tagen in Dresden angekommensein solle; ebenso solle der kgl. Gesandte Mons 1 ' de St. Martin mitDommartin zusammen bereits bei J. C. sein. J. C. antwortete aus Heidel-berg am 19. Juli, Schombergs Anwesenheit in Dresden, von der er sonstnichts gehört habe, werde jedenfalls der Sache des Königs zugute kommen;St. Martin habe keinen kgl. Befehl, nur Sehr. Sancy's und der Stadt Langresan ihn, die er nebst Antworten beilegt, und Dommartin's Bitte um Geld-hülfe für eine Werbung habe er gleichfalls abgelehnt. — Am 14. Julimeldete Lobbetius aus Strassburg J. C. u. a. den Tod Segur's (Ma. 545/5).
2 Von J. C. nebst seiner früheren Korr. mit Lothringen am 19. Julian L. Wilhelm geschickt, den er bittet, Lothringen auch abzumahnen;unter gl. Datum schreibt er an Prof. Johann, er bedauere, dass sichLothringen In ein so gefährliches Spiel eingelassen habe (Ma. 545/5).
Bezold . Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir. III. 14