208 1589 223—224.
3. 223- Karl von Lothringen an Johann Casimir.
13.
Juli Erhielt „par le porteur vostre messager" J, C zwei Sehr, vom
Nanc y 18. und 26. Juni. Hat für den Schutz der von Pfalz abhängigenKlöster Lixheim und Kraffthal vor den spanischen und italienischenHülfsvölkern bereits Sorge getragen. „Quant au conseil et advisque me donnez par la seconde lettre, je le prens et reeois defort bonne part de vous, sur rentiere confidence et asseurance quej'ay de vostre bonne volonte et affection en mon endroiet". Hatbisher stets dahin getrachtet mit seinen Nachbarn in Ruhe undEintracht zu leben und seinerseits jeden Anlass zu Missverstandvermeiden. „Mais si l'on me vient agacer mal ä propos et sansoccasion, il fault par necessite que j'advise et cerche les moyens deme conserver et obvier, entant que possible est, aux pernicieusesentreprises que l'on pourroit faire contre moy et mon estat, vousremerciant neanmoins bien affectueusement du bon conseil qu'ence vous me donnez, lequel je ne puis prendre autrement que de fortbonne part, ainsy que dict est". . . .
Marb., Kurpfalz 15S0—91. Oop.
13. Juli 224. Johann Casimir an Landgraf Wilhelm.
Heidel-berg Auf W. Sehr, vom 3. Wird bei dem von W. höchst vertrau-lich angeregten Anlehen gern das Seine tun; W. möge es beiWürtemberg richtig machen und dafür sorgen, dass es nicht gleichvon dort, wie sonst geschehe, an den kais. Hof gebracht werde,üb nicht durch Sachsen und Brandenburg bei der Krone Dänemarkum eine mitleidige Hülfe anzuhalten ? Bei förderlicher Untertützungder Krone Frankreich wäre die Liga bald zu Grunde gerichtet, weilSpanien wegen der englischen Armada anderwärts wenig helfenkann ; zumal wenn wirklich, wie Wilhelm von Nassau seinem VetterJohann geschrieben, die Flotte aus Indien in die Hände der Eng-länder gekommen sein sollte. Der Papst pflegt mehr zu nehmenals zu geben, wie er Savoien erst verhetzt hat und jetzt im Stich Iässt. 1
Katholizismus setzte (Ehses, N. B. I. 2, 285), berichtet im Okt. voneiner Kondolenzgesandtschaft Parma's an Heinrich Julius (ebd. 373).Er bestätigte auch die Tatsache, dass H. J. den für die Ligue an-geworbenen Truppen seines Vetters Otto Heinrich den Durchzug ge-stattete (ebd. 295). Zu Ehses S. 373 vgl. das Sehr. Hermann Horten-bergs aus Köln an Wilhelm von Baiern vom 28. Aug./7. Sept: „Paucisabhinediebus exDaniarediit Ferdinandus Lopes gubernatorarcisKerpen-sis; is nunc rursus nomine regis catholici destinatur orator ad Bruns-vicensem, quem audio peramice ad Parmensem et regem literas dedisse"(Ma. 378/4 f. 48, eigh.).
1 Vgl. ein Sehr. Zündelins aus Venedig vom 6./16. Juni, wo diesberührt wird und es weiter heisst: „Sacro autem iunetis foedere spemauxiliorum ostentat potius quam praestat hactenus. Quasi certe surdusesset, ita nihil audit, de peeunia depromenda cum fit mentio. Intereanovis exaetionibus et tributis imperandis cogitat" u. s. w; er sei über-all so verhasst, „ut oneris mole ruiturus videatur, si vita ipsi obtingatlongior" (Bm. Coli. Cam. XXII; eigh.).