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3 (1903) 1587 - 1592
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204
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204 1589 216-217.

religion gehn, die doch die warheit verstehu. 11. Dardurch werdder Jägermeister, haushofmeister, Affenstein, Cannossky und ireweiber durch dises exempel abgehalten, sie auch besorgen müssen,wann sie zue der Wahrheit treten, ihnen solchs gleichfals begegnenwürt. Wiewol P. bedacht und albereit dero raten bevelch geton,bemelten personen fürzuhalten, das man niemand am hof, so nichtdiser religion beifallen, abzuschaffen, wie man dann wol Jägermeister,haushofmeister, Affenstein und Cannossky den sack geben kann,dieweiln ihres gleichen wol zu finden sei. 12. Sie verkleinernihren herrn bei fremden leuten und also wieder ihres herrn repu-tation tue. 13. Sie soll nunmer mit andern gespräch halten undsie unterrichten lassen. 14. Sie hab neulich in der kircken zueLautern gelacht, in beisein fürstlicher personen." 1

Marb., Pfalz 1588—1589. Cop.

12. Juni 217. Pfalzgraf Johann an Johann Casimir.

Zwei-brücken Hofft auf Unterstützung des K. von Frankreich durch die ev.deutschen Fürsten und hielte einen deutschen Fürsten als direc.torium der Hülfe für sehr wünschenswert. Betreffs Pf. Reichardsihat er aber folgende Bedenken: 1) R. könnte denken, man wolleihm zu diesem Krieg raten, um seiner vollends ledig zu werden;

1 Vgl. Abb. der bair. Akad. der Wiss. III. Klasse, XIV. 3(1879), 9 ff; das dort wiedergegebene Sehr, der Pf. Christina vom20. Juni wurde durch den Adressaten Chanovsky mit einem eigh. Sehr,vom 6. Juli dem Rat L. Ludwigs Raw von Holzhausen zugestellt(Marb. ebd.). Bei Widder, Beschreibung der Pfalz I, 58 wird zumJ. 1584 ein „Heinrich Cognowsky von Danzendorf (!) als „über daskleine Waidwerk" gesetzt angeführt; noch im J. 1599 erscheint ein„Canouski, falkenmeister" am kurpfälzischen Hof, wohl derselbe (Z.f. Gesch. des Oberrheins XXXIII, 254). — Am 11. Juli schreibtDr. Pancratius aus Speier an Philipp Ludwig, man habe kürzlich zuHeidelberg mit den noch der reinen A. C. anhängenden Personen einneues Examen angefangen, „darüber etliche täglichs ihres Urlaubsgewärtig"; besonders heftig habe man in J. C. Gemahlin und FräuleinChristina gedrungen, „der meinung und mit ausgedrucktem anhang, manwerde ernstlicher und anders mit ihnen müssen handeln, wann sie sichin der guet und mit freundligkeit nicht wollten gewinnen oder weisenlassen" (Mb. 336/20, Or.). Am 17. Juli schreibt Pf. Elisabeth ausHeidelberg an Kf. Christian „als E. L. arme, doch dreue Schwester",es gehe ihr und den Ihrigen gut, aber Christian möge sich nicht sofremd gegen sie halten und ihr schreiben, „den ich mich allein nachgott uf E. L. als meinen dreuen bruder verlasse, den E. L., gott weis,allein mein zeitlicher drost sein"; Chr. möge sie nimmermehr ausseinem Herzen kommen lassen (Dr. 8539, eigh.).

1 Pf. Reichard, damals im 68. Jahr, hatte am 5. Juni den OberstenHans Bernhard von Walbron mit vertraulicher mündlicher Werbungbei J. C. beauftragt und war auf die Antwort zweier zu befragenderFürsten (J. und L. Wilhelm) vertröstet worden, worauf er (15. Juni)J. C. für seinen besten Freund erklärte. Am 30. Juni schreibt er anJ. C, er habe gehofft, durch einen Feldzug in diesem Jahr „mich inmeinen zugestandenen trubsalen [Tod seiner 2. Gemahlin Amalia 4. Mai1589] etlicher massen widerumb aufzurichten". J. C. erwiederte am4. Juli, es werde vor Ausgang des Jahres kaum etwas geschehen; von