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unmöglich bis zur Eroberung der von den Feinden besetzten Plätzeund Unterwerfung der Rebellen Köln, Jülich, den rheinischen undden westfälischen Kreis zu verschonen. 1 . . Man würde aber eine"Wiederaufnahme der 1579 zerschlagenen Friedenshandlung nichtungern sehen. Da er „jungstlich zu Friderichsbühl" J. C. sehrwohl geneigt zur Förderung des Friedens in den Niederlanden fand,bittet er J- 0. um Interzession beim Kaiser mit Mainz u. a. Fürstenzu ersuchen, ebenso Hessen, dass er sich mit Braunschweig desWerks annehme. Will nächstens zu Hessen und Braunschweiggehen, und bittet um Sendung der Copp. von J. Sehr, an J. C. undMainz nach Kassel. 2
Mc. Jülich. Sucesä. Streit fasc. 72. Cop.
12. April 201. (Johann Minsing?) an Heinrich Pelen.
Haag
(Gertruidenberg. Die Staaten und Schenk; Rheidts Verräterei. Er-bitterung des Jungherzogs vod Jülich gegen die Spanier. Neuenarund Hohensaxen gegen Schenk. Parmas Geldmangel).
„Domine Henrice!" Grosse Aufregung hier unter dem gemeinenMann seit der schmählichen Aufhebung der Belagerung von Ger-truidenberg. „Execrantur Status et eorum consilia". FeldmarschallViliers und Admiral Verdugos beide tot." „In diesem zustandbegeren die Staden des obersten Schenken, und in Sonderheit dergemein peuple will haben, man solle ime under äugen gehen; dansie sehen wohl, es hab sonsten der krig gering authoritat. Viliersist Schenken alzeit ufsetzig gewesen und ime nie kein ehr gegonnet;mocht nunmehr änderst werden. Aber Schenk lest sich nichts irrmachen, sonder bevestigt sein schanz beim Zollhaus zum heftigstenund ligt dem feind stets in hären".
1 Ueber Rheidts Werbung und Vorschläge berichtet Parma am24.' Febr./6. März an Philipp II.: Pazifikation durch Mainz, Trier,Braunschweig und Hessen unter kais. Vermittlung; Projekt MartinSchenk für Ungarn oder Polen in kais. Dienste zu nehmen u. s. w.(Brüssel, pap. d'etat et de l'audience 190, Conc). Ueber Gerüchte voneiner Aussöhnung Schenks mit Spanien vgl. Ehses, N. B. I. 2, 215;246. J. beantwortet das Sehr. Rheidts vom 18. April, ohne an Parmasguten Willen zu glauben, habe er doch an J. C. und L. W. geschrieben.Dagegen erklärt sich Philipp Ludwig in einem Sehr, an J. vom 6. Maibereit, sich mit J. an dem Ersuchen beim Kaiser wegen der Friedens-handlung zu beteiligen.
2 Am 4./14. April ersucht Rheidt den spanischen Rentmeister „zudem Grave", die ihm von Parma und den kgl. Räten zu Brüssel fürwichtige Verrichtungen im Auftrag Parmas angewiesenen 5900 fl.brabantisch auszuzahlen oder gegen „pension" in Herzogenbusch zuverschaffen (Ma. 545/5 f. 124t>, Cop.).
3 Vgl. über den mutmasslichen Schreiber No. 43; über die Meutereider Garnison von Gertruidenberg, die Aufhebung der von den Staatenangeordneten Belagerung und die Kapitulation der Garnison mit Parmaam l./ll. April Bor III, 403 ff; hierzu Ehses I. 2, 273.