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3 (1903) 1587 - 1592
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190 1589 198.

3. April müssen etc. wie der alt brauch gewesen. Reveil matin. 1 Admini-strator soll sein eltisten söhn, welcher nun ein gute zeit zu Stras-burg studiert, in Preussen schicken, vieleicht ein heurat zu dreffenoder zu einem künftigen erben. Ich vernim, das M. Gorg Fridrichnit vil lust mer hab, sich wider in Preussen zu begeben. Kaiserhat mir zu erkennen gegeben, das meine revisionssachen im junioiren fortgang haben soll etc.; das ist ein dank. 2 So wurd auchdis jar sowol als fernet kein Visitation aus Ursachen, das man denadministratorn nit wil darzu lassen; daraus wol abzunehmen, wasman im schilt füret. Es wurd einmal ein gemein Visitation müssenfurgenommen werden et fauldra faire une chambre mipartie, wie inFrankreich vor zeiten ä tous les chambres de parlement etc. 8 Ichkan und weis euch nicht sonders mehr zuschreiben, dan das deraurhanenkrig im ampt Lautern dises vergangen merz wol abgangen;drei pfalzgrafen als nemlichen uf Braunschweischen [?] H. Reichart,H. Hans unruhe und H. Carln etc.; 7 hanen hab ich selbsten ge-schossen. Ich hab euch zu der gesellschaft manch mal wol gewünscht.B. zu Trier ist totlich krank; was in Polu furgehet, bin ich eurmerpieten nach berichts und eur widerkunft bald gewertig. La Noueest tousjours ä Sedan; son fils sera en liberte; aber 4 furnemerspanischen herrn werden gegen ine in England los gegeben, welchsden vater sehr erfreuen wurd. 4 L'armee navale d'Engleterre n'estpas encore donnee voile, encore que le bruict court qu'elle a mispied en terre pres La Rochelle. 5 Mit der zeit wurd dis alles besserreif werden. So ist die Sachen so verbittert in Galia wider ein-ander, das kein reconciliation zu gedenken oder zu hoffen ist; soverbittert seind die parteien wider einander. A vostre venuevous aprendr6s beaucoup de particularites, welche ankunftich gewarten tue. Eurm bruder sagt mein gnedigen gruss und die-

1Le Keveille-Matin des Frangois" (1574) ist die unerbittlichsteliterarische Verkörperung jener Rachestimmung, die durch die Bartho-lomäusnacht unter den Hugenotten erweckt worden war. Die Schriftgeisselt u. a. die kurzsichtige Tatenscheu der deutschen Protestantenund ist durchzogen von Ausfällen gegen die Tyrannen und von Ver-herrlichungen des Widerstandsrechts bis zum Tyrannenmord. Diedamalige Erbitterung des Heidelberger Hofs über den Kaiser bringtKolbingers Sehr, an Dohna (S. 187 A. 1) wiederholt zum Ausdruck.Nostri legati nondumPraga rediere; responsum imperatorium videorauribus meis iam praesentiscere; mora opus fuit, quia Roma et exHispania oracula petenda". Schon vorher wird gesagt:Nunc exaula Caesarea inter caetera impudentiae iuxta atque vehementiaeplena ad Saxoniae prineipes scriptum: Evangelicos hactenus abusosPontificiorum facilitate et humanitate non amplius meminisse, se noniure, sed quadam Imuxela et gratia toleratos. Quid ? Dicamne, quodres est ? Vix tantum adversarii in perniciem nostram moliri videntur,quantum nostris effeminatissimo animo indignissima quaeque perferen-tibus perpetrare facile possent".

2 Vgl. Häberlin XV, 170.

8 Dieses Zugeständniss war den Hugenotten im Frieden von 157Ggemacht, aber schon im Friedensedikt des nächsten Jahres wiedereingeschränkt worden (vgl. Polenz IV, 58; 123).

4 Irrige Nachricht, vgl. La Hug. III, 35 A. 1.

c Vgl. Ehses, N. B. I. 2, 258 A. 1.