1589.
7. Januar 186- Johann von Nassau an Otto von Grünrade.
Dur „ (Gerüchte über Beschwerung des jungen Pf. Friedrich, des pfälzischens Adels und des E. K. G. durch J. C. Hütten.)
Fortdauer der früher von ihm berichteten Calumnien, dassJ. C. gegen den jungen Herrn fast rauh und hart sein solle. Derjunge Herr soll sich selbst brieflich bei einer fürstlichen Personbeklagt haben, er werde wider seinen Willen und Gewissen zueiner andern Religion gezwungen, „mit dem anhang, das J. F. Gn.,sobald gott der herr sie aus diesen banden erlösen und deroselbenichtes luft geben und uf freie fuesse helfen wurde, sie sich alsdanzu weiland ihres herrn vaters seligen religion begeben und des-selben testament gehorsamblich nachsetzen und geleben wolle."Hofft, Gott werde dergleichen Gedichte nebst den dahinter steck-enden, zum Teil durch Leute, die es billig nicht tun sollten, ge-triebenen Praktiken an Tag bringen und zu nichte machen. 1 Sonst
1 Vgl. No. 2; 10; 143. In seiner ausführlichen Widerlegung, Heidel-berg 29. Januar versichert Gr., der junge Herr liebe J. 0. herzlichund wie seinen eigenen Vater und sei nach seinem eigenen Bekenntnissniemals zur Religion gezwungen worden; die dem jungen Herrn zu-gelegten Reden könnte dessen Schwester über sich geschrieben oderausgegeben haben; sie werde aus Schweden und von anderen Ortenheftig und unablässig sollizitirt und habe durch Zutun Christinas vonZweibrücken die Landgräfin zu Marburg veranlasst sie durch Sehr,an J. C. und dessen Gemahlin zu begehren, was abgeschlagen wurde;der junge Herr dagegen möchte seine Schwester durchaus zur [refor-mirten] Religion bringen (Wiesb. ebd. eigh.). Vgl. über den Kurprinzenauch ein Sehr. Reubers vom 6. Febr. (Hotom epp, S. 226). Am10. März schreibt Kolbinger an den damals in Polen weilenden Dohna:„Si Magn. T. tanto desiderio flagraret redeundi, atque boniadventumeius exspeetant, fortassis non abs re fuerit illius, quem scio te semperamasse. Soboles illa nostra te expetit, istum [vielleicht Hütten ?]fastidire videtur non immerito. Verum quum non dübitem, eadem teex aliis quoque prius intellexisse, plura addere nihil refert, necurrenti calcaria addere velle videar. Res nostrae, feliciter aliquandiuexternis insidiis superatis, internis quibusdam technis laborare videntur.Vehementer metuo, ne detestabilis illius ingratitudinis, qua laborantii, qui divina beneficia principe nostro ad gubernacula reipublicaecollocato passim effusa non agnoseunt, gravissimae poenae paulo postcomites sint futurae". (Mb. 113/3°, eigh.). Ueber Dohnas Zurück-