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3 (1903) 1587 - 1592
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169
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177. 1588 169

Haus Pfalz, andere Stände am Rhein und des Reichs unheilvoll 8 - 0ktoberund ausserdem sehr schimpflich sein würde, schlägt er eine Schickungder interessirten Agnaten an Lothringen vor, damit der Herzoggegen genügende Versicherung von ihrer Seite die Lösung vor sichgehen lasse; ferner, da Lothringen (der seinen Sohn zum Bischofvon Strasshurg machen möchte) wahrscheinlich dieses Ansuchen ab-lehnen wird, eine Beratung von Räten der Agnaten zu Heidelbergam 27. Oktober darüber, was in diesem Falle zu tun und ob nichtder Kaiser um Invention bei Lothringen zu ersuchen wäre; 1 dabeiwäre es sehr förderlich,das man E. L. an dem kaiserischen hofmit allem geneigtem willen wol gewogen". . . . Schickt Cop. derInstruktion für die Abgesandten an Lothringen; will seinerseitsdie Räte Johann Philipp von Helmstatt und D. Ludwig Culman undden Amtmann zu Lautern Konrad Kolb den Jüngern schicken.

P. S. Da ihm G. Hs. grundlose Beschuldigung zu Herzen geht,als solten wir S. L. zu dissem losungscontract gezwungen undgegen deroselbigen etwas tetlichs vorzunehmen im werk gestandensein, da doch S. L. als ein angenehmer gast bei uns in allerSicherheit gewesen, umb die getroffene vergleichung Selbsten gebeten

Pfalzburg sofort in Krieg verwickeln würde, unddit en souspirantaue madame sa fille k son parteraent hiy avoit offert tonte honnestete'digne d'une bonne fille, et au' eile estoit femme d'esprit pour gouver-neur un royaume, tnais ou'elle luy avoit dit tout court ou'elle neluv vouloit pas aider ä le ruiner"; übrigens denke er in 3 Wochen100 Meilen von hier zu sein (Bericht eines Ungenannten an Weyer16. Okt. Mb. a. a. 0. f. 190"). Wie sehr die veldenzischen Frauen dieganze Sache in die Hand genommen hatten, zeigt auch die Nachricht,Johann von Salm habe der Herzogin [Anna] entboten, die Dilation[des Rückkaufstevmins] sei allein ihr zu Ehren geschehen,dan mitJ. F. Gn. herrn gemahel wolle man nichts zu schaffen haben" (ebd.f. 181; undatirter Bericht Weyers). Ein von Anna unterzeichnetesSchriftstück vom 23. Okt. (gründliche, erhebliche und rechtmessigeUrsachen" der Weigerung der Ratifikation, ebd. 206 Cop.; Stufig.Pfalz, Or.) erwähnt u. a. die Absicht J. C, in Pfalzburg die Heidel-bergische Religion einzuführen. Unter gl. Datum schrieb Anna, am30. Okt. Georg Gustav im gleichen Sinn an J. C.

1 Dies widerrät Pf. Johann in seiner Antwort vom 24. Okt., eheLothringen die Lösung geweigert habe; wegen der angeblichenNötigung sollten die Agnaten G. H. beschicken, verwarnen und zumHalten seines Wortes ermahnen; J. C. wisse übrigens, was über dieMittel, wie man sich vor den ewigen ungereimten Händeln G. H.sicherstellen könne, früher wiederholt bedacht und von ihm mündliehund schriftlich J. C. angezeigt worden sei; das Beste wäre, wennG. H. die Regierung niederlegte (Mb. 327/25 Cop.). Vgl. J. Vorschlageiner Verhaftung G. H. durch J. C. I. 310. Pf. Philipp Ludwigempfiehlt in seiner Instruktion vom 19. Okt. für seine zu einem Konventin Heidelberg abgeordneten Räte sich wegen der ungereimten Händel(i. H. an den Kaiser zu wenden (ebd. 327/22). Der Konvent, auf demJ. C. sich bereit erklärte statt Gutenbergs Steintal in den Vertrageinzusetzen, blieb ohne Ergebniss (Neuburg. Bericht Heidelb. 31. Okt.ebd.). Den Vorschlag J. C, die Lösnng Pfalzburgs den übrigenAgnaten zu überlassen, lehnt Pf. Johann am 8. Nov. ab (ebd. 327/25).Ein Gutachten der würt. Räte vom 19. Nov. erklärt den HeidelbergerVertrag für rechtlich unanfechtbar (Stuttg. Pfalz).