Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
156
Einzelbild herunterladen
 

156 1588 162.

(24. Juni)daselbst gemünzt, sein Leben geendet; 1 3) sehe man ausdrücklich,dass man, wenn man dem Papst nicht Widerstand tue, einen Kriegin Deutschland hätte; 4) weil J. F. Gn. jedesmal zu dem Admiral-werk geraten, 8 damit man dem Keich aus dem Fundament hättehelfen können, dass man dazu gute Gelegenheit hätte haben könnenund also von dem ad maiora"; 5) hätte J. F. Gn., also mächtigim Meer geworden, desto eher mit anderen Handlungen fortkommenkönnen, besonders weil er im muskowitischen Kriegmit der neuenfartufScalofscaufetlich hundert meilenlands bekommen hettenkönden",welche Handlung ihm viel Geld gekostet laut den Ausschr.an dieniedersächs. Kreisstände und auf dem Dep. Tag den Ständen übergeben. 8Die Commoditates für J. F. Gn.: 1) gutes Verhältniss zur K.von England und Beförderung der Heirat seines Sohns mit ihrerBase; 2) sein Schwager Herzog Karl in Schweden zu solchenSachen geneigt; 3) ebenso der K. von Schweden; 4) Verschwägerungmit dem K. von Polen; 5) ferner mit Dänemark und Ulrich vonMecklenburg; 6) ein nächster Freundan der seekanten" der Grafvon Emden; 7) Bruderschaft und Verscb.wägerung mit Graf Johannvon Oldenburg; 8) Verwandtschaft mit den Herzogen von Sachsen-Lauenburg, darunter der B. von Bremen; 9)das J. F. Gn. durchein einich mittel, so nit vier tonnen golts die Venetianer gecostet,mit J. F. Gn. kunst das wasser, so der keiser Traianus hat dasmehrerteil gemacht zwischen dem mari rubro und dem Nilo, 4 dienervös belli den Spaniern abgestrickt netten, mit allen kaufmanns-gewerben aus Portugal und Jndien"; 10)das durch factiones derpanditen in Jtalien, auch verstendnuss in dreien königreichen mitfurnehmen spanischen und neapolitanischen fursten J. F. Gn. Spanienund Jtalien sovil zu schaffen betten geben könden, das sie Brabantvergessen, wie dann auch die religionsverwandten in Teutschlandund anderswo kein ander mittel haben, die tirannei der religionabzuwenden als durch ein tertium"; 11)ist gleichwolnon sapientisdicere: non putaram, hetten J. F. Gn. nit gemeint, das die Bra-bender nochmalen so unbestendig, nach sovil erlittenem ungluckund das sie befunden hetten, ihre inconstantia ihnen nit gedienthette, also das mutabiles [!] und J. F. Gn. wider in stich setzensollten"; 12) J. F Gn. höfisch Gemüt und dass sie ihre Kinderauch gern in Reputation gebracht; sein erwachsener Sohn hätteihm die Hand bieten können;were es glucklich fortgangen, hettees jederman für ein gut und weis werk gehalten, weil es abergefeiet, so muss es nur ein narrenstuck sein, dernhalben der poetnit unbillich gesagt:

Careat successibus optoQuisquis ab eventu facta notanda putat."

Wolfenbüttel. Pfalz 4. Cop,

1 Gemeint ist die Herrschaft der Witteisbacher in Holland, Seelandund Hennegau im XIV. UDd XV. Jahrhundert, die mit dem Tod Jakobäas(1436) ihr Ende erreichte.

2 Vgl. H ö h 1 b a u m in den Mitt. aus dem Kölner Stadtarchiv, Heft XVIII.

3 Vgl. I. 154; Dahlin, Gesch. von Schweden (ubers. vonDähnert) III. 2, 104; Schiemann in den Mitt. aus der livländ. Gesch.XV (1892), 117 ff.

4 Vgl. Unsere Zeit, 1870, I, 10 f.