Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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148. 1588 139

von dannen noch den andren vestungen, auch den Staden könne 16. Aprilgeholfen und die zufuhr den Bhein hinab dem feind abgestricktwerden."

Zum andern wolle J. Mt. eine namhafte Summe, etwa 200 mKronen* nach Deutschland liefern zu folgendem Gebrauch: 1) mankönnte dafür nach Bedarf deutsche Reiter und Knechte für J. Mt.werben und bis auf den Musterplatz bringen; 2) das Geld, fallsJ. Mt. eine neue Hülfe für Navarra bewilligen würde, nach J. Mt,Gefallen dafür verwenden; 3) „das auch M. Gn. H., da J. F. Gn.ein not anginge, solchen Vorrat zu dero defension anzugreifenmacht hette", gegen Hypothekirung seiner Lande und Leute.

Da man ferner gutes Kriegsvolk nur dann bekommen kann,wenn man Obersten, Rittmeister etc. ständig in Bestallung hält, J.F. Gn. aber dies sowohl für sich selbst als J. Mt. zu .Dienstengetan und sich dadurch in grosse Unkosten geworfen hat, wolleJ. Mt. ihm weiter ungefähr 8 m Kronen jährlich zu Frankfurt inbeiden Messen zu zwei Zielen erlegen lassen; wogegen J. F. Gn.sich erbiete soviele Obersten etc. zu halten, dass man jederzeit in derEile 4000 Pferde und 3 Regimenter Knechte aufbringen könne;wobei J. F. Gn. keinen eigenen Vorteil sucht, sondern, um guteLeute zu haben, noch von dem Seinigen dazu tun will. So könnte .man 1) den Gegnern die besten Leute abstricken und die Werbungsehr erschweren, 2) in jedem Notfall des Volks gewiss sein undkeine solchen Täuschungen zn gewärtigen haben, wie sie Adolf vonNeuenar zweimal begegnet sind. Sollte wider Erwarten M. Gn. H.von J. Mt. hülflos gelassen werden, „so gedechten gleichwol J. F.Gn. die tag ihres lebens wider dero gewissen nichts vorzunehmen.Sie würden aber genottrengt werden, in solche weg zu willigen,dardurch sie ihr selbsten und den ihrigen ruhe und Sicherheitschaffen könne, ungeachtet wie es sonsten mit dem gemeinen weseneine gestalt und beschaffenheit gewinne, lnmassen dan deroselbenalbereit von ** Spanien nit gar unannemliche mittel vorgeschlagenund angeboten worden".

M. Gn. H. hat auch von der Friedenshandlung, worin England mitSpanien stehen soll, Bericht erhalten und würde einem Frieden, durchden die Niederlande bei der rechten Religion und ihren alten Rechtenund Privilegien bleiben würden, nicht widerraten, auch nach Vermögenfördern helfen. J. F. Gn. besorge aber, dass Spanien unter demSchein des Friedens neue Verräterei und Praktiken gegen diechristlichen Kirchen, vor allem aber gegen J. Mt. suchen; vonEngland sei den Spaniern soviel Abbruch, Hohn und Sohaden ge-schehen, dass keine Vergleichung, Verbindung oder Verschwörungso hoch sein könne, um die Spanier abzuhalten sie zu brechen undJ. Mt. zu beschädigen. Daher möge J. Mt. das Schwert in Händen

* Am Rand: „Nota: algemach bis auf 100 m abzusteigen und aufden fall zu erbieten, das J. F. Gn. das ihre auch pro rata darzulegenwolle, auch über die proportion."

** Durchgestrichen: „Frankreich und."