Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
122
Einzelbild herunterladen
 

122 1588 141.

1. April abgestandenen Herrn oder an die Grafen von Sayn und Wiedschreiben und namentlich veranlassen, dass der Abgestandene denSachen bis zu Ankunft des Kommissars einen Anstand gebe undvon den Spaniern nichts Tätliches vornehmen lasse.Und ist von-nöten, das sie danieden in der furcht und wahn bleiben und gelassenwurden, das hochstermelter herzog [J. C] sterker sei als er ist,damit sie desto weniger wieder zurück fallen. 1 Sonst sein J. F. Gn.noch wol auf und lustig gewesen" und berichtete, wie nicht alleinSchenk ihm allerhand zu Bonn gefundene Schreiben zugestellt,sondern auch von andern vertrauten leuten, auch aus derkeis. Mt.hof weren zugeschickt, das allerhand praktiken vom gegenteil ufJ. F. Gn. und die churf. Pfalz gemacht weren", ferner dass Mainz,Trier und Strassburg wegen Schenks und der pfälzischen Werbungan.ihn geschickt und geschrieben, namentlich Mainz über einenangeblichen Anschlag Schenks auf Mainz, 2 worauf J. C. antwortete,Schenk sei von der K. von England zu ihm geschickt und manwerde ihm selbst nicht verdenken, dass er sich auf jene Warnungenhin gefasst mache; wenn M. Tr. und Str. ihm seine Sicherheit ver-bürgten, wolle er mit ihnen und männiglich gern Frieden halten und

keine Ursachen zu innerem Krieg im Reich geben..... Herzog

Hans von Zweibrücken, der bei J. C. war, trug ihm Grüsse an J.auf.Und sind J. F. Gn. auch numehr der religion halben mituns allerdings eines und werden itzo einen eignen catechismum, sosie mehrerteils selbst gemacht vor J. F. Gn. kirchen, zu Heidelbergdrucken lassen"; nur hat man, da man dem von Grünrade die scriptavon den Zeremonien nicht zuschicken wollte, J. F. Gn. noch nichtzu völliger Uebereinstimmung in den Zeremonienmit uns" bringenkönnen;doch habe ich den von Grunradt berichtet, was E. Gn] mitdenselben scriptis vorhetten und welcher gestaltM. Crollio dieselbigezu revidiren und in meliorem formam zu redigiren weren zugestaltworden und hernacher wurden getruckt werden; welches er ganzgern vernommen hat." 3

1 Ueber den Eindruck der Nachrichten von J. 0. Rüstungen aufdie Gegner vgl. Bellievre und La Guiche an K. Heinrich III., Cbälons11./21. März (de Croze II, 49 A. 3; ausgelassen eine Stelle des Or.Pb. f. fr. 3403, die u. a. besagt:Non n'avons peu s^avoir pour certain,si les dictes levees marcheront ou non, estantz mis les reistres enwarteguelt. II semble que les princes d'AUemaigne sont plustost entresen quelque craincte que l'on n'entreprenne sur eux du couste du ducde Parma, si tant est que la paix se resolve avecques 1' Angloys, qu'ilzne sont pour entreprendre une nouvelle guerre, si ce n'est peult-estrequ'ilz estimassent que les places de Sedan et Jamectz sont en dangier").Gradenigo schreibt am 2./12. April dem Dogen, Casimir stehe im Begriffmit 12000 Mann Bonn zu Hülfe zu kommen; auch Sachsen und Bran-denburg sollen 30000 Mann bereit halten,pochi dicono perBonna, mamolti per vendicar le ingiurie delli Ghisa" (Wien, D. V. XV.). Am4./14. April meldet Mendoza dem K. Philipp II., Casimir habe Loth-ringen erklärt, seine Rüstungen seien für die Verteidigung von Bonn

bestimmt (de Croze II, 327). Vgl. auch Desjardins IV, 765ff; 767.2 Deber einen Anschlag Schenks gegen Trier berichtet Frangipani

am 2. März (Ehses, N. B. I. 2, 101).

8 Deber die religiöse Wandlung Pf. Johanns berichtet Grünrade

im Februar 1588 an Grynaens (Cuno I, 189). Ueber die seit Jahren