Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
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121
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141. 1588 121

141. Andreas Christian an GrafJohann von Nassau. 1 - A P ril

(J. C. und Schenk. Vermittlung zwischen Kf. Ernst und Gebhard Truchsess. FrankfurtPf. Johanns religiöse Wandlung. Landrettung. Aenderungen am pfälz-ischen Hof).

Werbung zu Heidelberg. J. C. ist zur Zeit (vertraulichzu schreiben) nicht im Geringsten gefasst,di stat Bonn, wieman danieden davon gesagt und ein gross geschrei hat ausge-bracht, zu entsetzen", sondern hat wegen allerhand Warnungen voreinem der Pfalz drohenden Einfall nur ein Regiment Knechte er-richtet, hievon Martin Schenk auf dessen Begehren 500 Schützenzur Verstärkung der Bonner Garnison und ausserdem von Bacharachetliche Schiffe mit Frucht dorthin geschickt; alles soll glücklich inBonn angekommen sein. 1 J. C. billigt J. Bemühungen um einenannehmbaren Frieden und Abschaffung des spanischen Kriegsvolksaus dem Reich und besorgt ebenso wie J., dass die Religion oderihre Freistellung beim Gegenteil nicht zu erhalten und dass jeden-fallschurf. Truchses der man nicht were, welcher dieselbige, wanner schon wolte, wurde können durchtreiben'', hat trotzdem dievon J. hierüber gestellte Frage seinen Theologen und politischenRäten zur Begutachtung überwiesen und war mit den Bedingungendes abgestandenen Herrn gar wohl zufrieden, deren Annahme erdem Kf. Truchsess empfehlen wolle.' Da er Martin Schenks Ankunftnicht abwarten konnte, sondern nach J. Befehl über Hanau zurückeilen musste, wurde verabschiedet, dass J. C den täglich erwartetenObersten zu sofortiger Abfertigung des Kommissarius Frink anTruchsess veranlassen solle; Frink, den er zu Heidelberg traf, isthiezu bereit und wird seinen Weg über Dillenburg und Andernachnehmen und J. das Bedenken über jene Frage und die VereinbarungJ. C. mit dem Obersten über diese Schickung sowie über Zeit und Ortder Verhandlung mitbringen. Inzwischen kann J. entweder an den

i Vgl. Ehses, N. B. I. 2, 125; 129 f; Ferber S. 268; Weins-berg IV, 16. Am 19. März stellt J. C. einen Pass bis Bacharach ausfür 15 Malter Frucht, 20 Tonnen und 1 Fass Pulver, 12 Tonnen Butteru. s. w., bestimmt für die ins Amt Bacharach geordneten 2 FähnleinKnechte (Düsseid. Kriegsakten 24, Conc), tatsächlich für Schenk.

2 Deber die ursprünglich von Jülich angeregten Verhandlungenzwischen Kf. Ernst und Gebhard Truchsess bezw. Schenk, die dannauch von den wetterauischen Grafen aufgenommen wurden (Ennen V,210 f); Vergleich zwischen Salentin von Isenburg, Johann von Nassau,Heinrich und Hermann von Sayn und Wilhelm und Hermann von Wiedvom 24. Febr. hierüber und über die gemeinsame Aufstellung vonKriegsvolk zur Defensive, nicht besiegelt, Düsseid. Erzb. 5?) vergl.No. 129; Ferber S. 261 ff; Gott. Gel. Anz. 1900 S. 521 f; 525.In einem Sehr, an Johann von Nassau, Bonn 10. März (Düsseld. Or.),stellt Schenk, da der gesuchte Anstand durch Parma, den Herzog vonBaiern und das Domkapitel vereitelt wurde, für Zusage der Schonungdes rechten Rheinnfers Bedingungen (Kontribution aus dem Amt Drachen-fels und Deutz, 2000 Taler monatlich aus Westfalen und allen rechts-rheinischen Aemtern u. s. w.) Am 2./12. April instruirt Jülich seinean Schenk zur Friedenshandlung abgefertigten Bäte Otto von dem BylandHerrn zu Rheid und Dietrich von Eickel (Ma. 399/40 Cop.).