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des Kölner Kapitels, beide Erzbischöfe abzusetzen und die Regierungbis zum Tod beider Elekten dem Salentin von Isenburg zu über-tragen. Hat sich vor zwei Jahren zur Vermittlung zwischen Spanienund England erboten. England trat jedoch, während Parma Gesandteschicken wollte, zurück, da es sich mit Holland und Seeland dess-halb nicht habe einigen können, erklärte aber neuerdings, die Ver-gleichung mit Holland und Seeland immer noch zu betreiben. Erseinerseits will keine Erinnerung mehr tun.
Marb. Frankr. 1586. Or. (pr. Kottenburg 13. April).
26. März ]jJ9. Johann Casimir an Joachim Friedrich vonH b tg" Magdeburg.
Hat wegen der Invasion von Mümpelgart und der Drohungendes spanischen Kriegsvolks und auf Ersuchen der Bedrängten alsKreisobrister ein Regiment Knechte und eine Anzahl Reiter werbenlassen, hört aber, nach Auszahlung des Anrittgelds und eines Monat-solds, von Mandaten und Verboten der Kff. von Sachsen und Branden-burg, 1 obwohl es doch kundbar, dass er die Reiter zu keinemanderen Ende als zu Beschützung der Pfalz und daher des kur-rheinischen Kreises werben Hess, wie auch der Kaiser die K. G.Visitation abgesagt und ihm den Schutz des K. G. anbefohlen hat.Es ist ihm nicht um die geringe Zahl Reiter zu tun, sondern umdie vorauszusehende Ermutigung des Feinds und insgemein derPapisten. J. F. wird an Orten, da er vor andern angesehen, dieseDinge auf andere Wege zu richten wissen, „damit wir und anderenicht gezwungen werden, anderwärts uns einen ruken zu machen."
Mb. 102/5 f. 49 f. Cono.
2 8. Mär z 14Q. Bürgermeister und Rat zu Köln an den Kaiser.
7. AprilKöln Auf das kais. Sehr, vom 9. März. Dass von Personen hohen
oder niederen Stands oder ihren Bürgern mit Drohung oder Gefähr-lichkeiten auf die Zulassung der andern Lehre und Opinionen gedrungenwerde, davon wissen sie nichts, als was ihren Gesandten zu Pragvon etlichen Herrn sie anzulangen schriftlich zugemutet sein mag.Wollen bei der alten Religion bleiben, wie unter den vorigenKaisern. 2
Wh., Antiquiora in causa Köln. Or. Köln, Eel. Akten 1800—89 f. 278 Cop
1 EBd. das gedruckte sächs. Mandaf, Dresden 17. Febr., das denLehnsleuten vom Adel befiehlt sich am 17. März zu Weissenaee musternzu lassen und gemäss dem Mandat vom 15. März 1583 (vgl. II. 101A. 6) keine fremde Bestallung ohne kf. Erlaubnisa anzunehmen.
3 Das kais. Sehr, vom 9. März war durch ein Sehr. Erzh. Ferdinandsund Wilhelms von Baiern vom 16. Febr. (Wh. Or.) veranlasst worden.Beide Fürsten wandten sich auch unmittelbar an den Rat, der ihnenähnlich antwortete wie dem Kaiser (in dem Sehr, an Baiern vom29. April/9. Mai, Ma. 399/40, Or., wird auf das Sehr, eines R. Fürsten,d. h. J. C., an ihre Gesandten in Prag Bezug genommen; vgl. Köln.Ratsprot. XXXVIII, 225; hiezu Ehses I. 2, 126).