Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
119
Einzelbild herunterladen
 

16.

136-137. 1588 119

Ist seinerseits gegen die päpstlichen Praktiken gefasst, einem allge-meinen Bttndniss der Evangelischen aber stehen zur Zeit noch zahl-reiche Hindernisse im Weg; der K. wird hierüber bereits durchJ. C., an den er deswegen geschrieben, berichtet worden sein.

Dr. 9304, frzüs.,Legation 158690. Cop.

137. Bellievre an Brulart.

....Monsieur le cardinal de Guise m'a dict qu'ilz ont avis rzque mons r de la Noue a practique ä Heildeberg de fere le mariage Chalonsdu neveu du Casimir le comte Palatin avecques madamoiselle deBouillon 1 et qu'ilz veulent employer en cela ceste levee de reistresqui marchent sans mener chariotz. Je ne vous baille pas cestenouvelle pour certaine". . . .

Pb. f. fr. 3403, f. 25. Eigh.

138. König Friedrich von Dänemark an Landgraf 26, Marz

Wilhelm. An k d o e y rs *

Niederlage der Deutschen in Frankreich; soll den Ständen derA. C. zur Warnung dienen und das deutsche Rachegefühl erwecken.Einnahme von Bonn; Parma gegen Schenk. Glaubt an die Absicht

Sehr, an deutsche Fürsten (unter denen J. C. fehlt); das Sehr, an Juliusvon Braunschweig VIII, 324 ff. Die Orr. des Sehr, an Sachsen Dr.9304, des Sehr, an L. Wilhelm (pr. Kassel 27. Febr.) Marb. Frkr. 1588.In dem Sehr, vom 25. Dez. an Strasshurg (Lettres missives II,321 f; Reuss S. 85 f; Or. pr. 1. Febr. Strassb. A. A. 1857) und anZürich (Zürich, Reislaufen 15591670) beglaubigt H. den Herrn de Reaux(vgl. Segesser III, 271; 303). Ueber die Werbung R. bei J. C. imFebruar vgl. S. 96 Anm.

1 Vgl. über den damaligen Aufenthalt La Noue's in Deutschland undseine Rückkehr nach Genf No.U5.(S.100A.3); Hauser, La Noue S. 228;La Hug. III, 217 ff; über die irrige Annahme, er sei bereits im Febr.nach Sedan gekommen, ebd. 233 A. 1. La Noue schreibt am 16. Febr.1588 aus Frankfurt an Hatton über J. C. verspätete Massregeln gegendie Truppen der Liga und die Notwendigkeit einer ev. Union (Nicolas,Hatton, S. XXXVIII ff.). Tatsächlich beschäftigte sich Heinrichvon Navarra, nachdem Herzog Wilhelm Robert von Bouillon am 1. Jan.zu Genf gestorben war, angelegentlich mit der Vermählung der Schwesterdes Verstorbenen, Herzogin Charlotte, und regte bei La Noue, den derHerzog zu seinem Testamentsvollstrecker bestimmt hatte (Hauser,S. 216), ihre Verbindung mit Turenne an; da aber dieser keine grosseLust zeigte, beauftragte Navarra im Mai 1588, um dem Projekt einerVermählung der Herzogin mit dem zweiten Sohn Lothringens zuvorzu-kommen, Segur und de la Roche ihre Verbindung mit dem pfälzischenKurprinzen Friedrich oder mit dem Prinzen Christian von Anhalt zubetreiben (Mein. d. Mornay, ed. 1624, I, 843 ff; hiedurch wird meinin den Gott. Gel. A nz. 1900 S. 531 A. 2 geäusserter Zweifel an derBehauptung bei La Hug. 111, 339 hinfällig). La Noue fühlte sich durchseine 1585 gegen die Guisen und Lothringen eingegangenen Verpflich-tungen derart gebunden, dass er geradezu für jenes lothringische Heirats-projekt eintrat (Hauser, S. 137; 233).