112 1588 130.
(Febrnar) Sie hat Walsingheim in Galia gesandt und dem kunig diepratica contra ir person zu erofnen. 1
Gallia hat für die schottisch kunigin gebeten.
Holand Seheland haben sich ganz und gar Engeland ergeben.
100 m \^ Navara geben mitleidenliche hilf.
Tractirt matrimonium zwischen Schotten und Dennemark. 2
Hat noch 40 m gülden weiters bewilligt. 3
Sax regiment.
Hat ein weib in ein gewixten sack gesteckt mit einer schlangen,catzen und eim hanen uf die heidnisch weis; sie hat 2 kinder umbgebracht.
Ein grossen diament hat der kunig zu vermuten durch CasparSchomberg Sax verehren lassen; das verhindert alle hilf. 4
Maxime d'une meschancete; haben mein bruder erinnert, sichseines amps zu brauchen, wollen ime 3000 pf. zuschicken, undhaben nie willens gehabt zu werben. 6
Will seinen Schwester nichts geben anforderung von mutterlichererbfall halb. 0
Hat gesagt, er wolle sein Schwager B.zuHalberstadt so breit schlagen.
Sax hat Guitry gefenglich gen Dresen lassen füren, Baronisein jung Henrich Karben. 7
Saxen regiment.
100 000 fl. dem kaiser abgeschlagen.
Empfehet seine lehen nit personlich. 8
Sax und Brandenburg haben samptlich kaiser ser beschicktwegen her Bopell ausgegossen reden. 0
Sie beiden haben den kaiser anfangs unruhe in Frankreicherinnert, daz ir Mt. den kunig zum frieden vermanen solt.
Mir hat er geschrieben, wen die erklerung des kunigs kerne,woll er helfen schliessen. 10
Jl n'y a ny coeur ny loyaute en cest homme.
Jl trait sa patrie; voluptas sucht er; wir werden bald einreichstag haben. 11
1 Im Febr. 1587 wurde Wade in ausserordentlicher Mission nachFrankreich geschickt (Teulet V, 465 f.); Walsingham's Sendungendorthin fallen in viel frühere Zeit (1570, 1581). Ueber die SendungBellievres nach England zu Gunsten Maria Stuarts vgl. La Hug III,234 f.
2 Vgl. No. 109.
3 Vgl. II. 514.
4 Ueber das kgl. Geschenk an Kf. August auf Schombergs Anregungvgl. I. 237; 279.
8 Vgl. hiezu II. 101 (besonders Antn. 6 und 7); 140.0 Vgl. No. 19.
7 Vgl. No. 24.
8 Vgl. II. 491; 512 A. 2.
0 Vgl. Anm. 32; über Popel von Lobkowitz I. 336 A. 1.
10 Die Mahnung an den Kaiser fällt noch in die Regierung des Kf.August (II. 402); die zweite Erklärung gab Kf. Christian am24. Sept. 1586 gegen J. C. und L. Wilhelm und wiederholte sie am4. Nov. (II. 489; 498 A. 2; vgl. auch 442 A. 2).
11 Ein ganz unbegründeter Vorwurf gegen die damalige sächsischePolitik; vgl. No. 147 (S. 134). Zu dem folgenden Vorwurf wegen desgefangenen Herzogs Johann Friedrich vgl. Bommel V, 601 A. 89.