130. 1588 113
Er verhindert gefangen Sax erlediguug und coludirt mit dem(Fobruar)kaiser.
40 m dalar hat Sax seliger Don Johan zu der Colnischen expe-dition dem Don Johan Manrigo furgeliehen. 1
Jl fault estriller mit anforderung, car mon bischof will bei mirstehen.
Mein gemahl morgengab verschreibung und heurat, auch widumbwieder zu fordern.
Ma femme luy a escrit, prie, mais il n'a rien respondu.*
Je pense fermement que il pense attirer tout les meilleur gensen l'empire, wie er dan tut mit allen fursten, welche er alle ansie [sie] zeucht, damit den ander, so uf ine sehen und sehen müssen,die hand gespert werde.
Nota, durch dise stratagemata hat er den kunig zu Dennemarkan sich gezogen. 3
Alein weil Pfalz ine nit adorieren will, so lest er sie im stich sitzen.
Braunschweig wurd er sowol als mich für den köpf stossenwegen der anforderung halb.
Zu Wolf von Erlach, so Wir. diener: er wolt, das die vonGenf ausgetilgt wurden.*
Gestatt, daz seine bevelchsleut das sie [sie] von den Ligueursbestelt werden, wie dan Sax marschalk Stachius von Honspergfurschrift an Guisa, damit er uf ein regimenfc knecht bestellt. 6
1 Vgl. hiezu I. S. 578; Hirn II, 475 A. 4; Piot, Corresp. deGranvelle IX, 291 f.
' Am 5. Dez. 1587 schreibt Pf. Elisabeth aus Heidelberg an Kf.Christian, sie habe laDge kein Sehr, von ihm empfangen, wisse die Ur-sache nicht und hoffe nicht, dass ihr Bruder, zu dem sie ihre höchsteZuflucht und Trost habe, seine brüderliche Liebe ganz von ihr abge-wendet habe; sie bitte ihn, ihr sein brüderliches Herz zu erklären (Dr.8539, Or.). Vgl. No. 19 (S. 15 A. 2).
8 Die Behauptung eines Leipziger Briefs vom 5. Mai 1586 (vgl.I. 457 A. 2), Kf. Christian sei, aus Ursachen, die nicht wohlzu schreiben, nicht gut dänemärkisch, ist trotz ihrer Berufungauf das Zeugniss eines anhaltischen Bats mit Vorsicht aufzunehmen.Man könnte allenfalls an eine Verstimmung des Kf. über dieErmahnungen denken, die ihm K. Friedrich gelegentlich der Kondolenzbeim Tod des Kf. August namentlich in Bezug auf- ein besseres Ver-hältniss zum Adel und zur Ritterschaft zu Teil werden Hess (F. anChristian, 5. März 1586. Kopenh. d. Prot.). Aber der K. bemühte sichauf alle Weise die Beziehungen zu Christian möglichst vertraulich zugestalten. Er setzte ihn von den Verhandlungen mit Spanien und Eng-land in Kenntniss (Chr. an F., Dresden 28. Mai 1586, Kopenh. SachsenA. Or.) und lud ihn nebst Brandenburg am 4. Juni zum Besuch in Sege-berg ein, mit dem Erbieten, falls dies Chr. ungelegen sei, selbst nachLüneburg zu kommen (ebd. D. Prot.). Ein Sehr. F. an Chr. vom 9. Sept.1587 trägt den eigh. Zusatz: „und drynke dych hyeneben ent grossglass mit wyen zu alsse myen truwer fetter undt bruder, den ich fanhertzen lybt habe" (Dr. 8539, Or.).
1 Vgl. No. 8.
B Bongars berührte in seinem Sehr, an L. Wilhelm vom 7. Juni 1587(S. 46 A. 2) das Gerücht, die Guisianer hätten in Deutschland geworbenund besonders sächsische Adelige gewonnen „ipsius Cels. connivente".L. W. teilte dies am 19. Juni J. C. mit: der Kf. werde von „etzlichen
Bezold, Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir. III. 8