Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
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92
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92 1587 108109.

Dezember 108. Landgraf Wilhelm au Johann Casimir.

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Kassel Zeitung, die L. Ludwig von Mainz und Trier erhalten hat.

Ist dem wirklich so, so wäre es ihm nicht nur für die guten Leuteinsgesammt, sundern besonders für Dohna, dessen aufrichtige undgute Gesinnung er kennt, von Herzen leid, dass sie von den heil-losen Franzosen so jämmerlich hineingelockt und auf die Fleischbank ge-liefert worden sein sollten. Bittet um Mitteilung des wahren Sachverhalts.Sonderlich aber ist ein loblich stuck, das die eigenwillischeSchweizer sich nicht allein ins konigs dinst, sondern auch nimmer-mehr gegen den konig zu dienen haben bewegen lassen. Woltegott, wir mochten den falschen Segurium, der author totius gladiiist, am lichten galgen sehen hengen." 1

Marb., Frkr, 1587. III. Cop.

(Dezbr.) 109. Werbung des englischen Gesandten Daniel

Rogers 2 bei König Friedrich von Dänemark.

(Schottische Heirat. Niederländische Friedenshandlung. PäpstlichesBündniss; Unterstützung Navarras; Ermahnung der deutschen Fürsten;

ein Nachzug.)

1) Schottische Heiratssache ;* Schottland hat diese Verhandlungohne Wissen der Königin angeknüpft. 2) Niederländisches Friedens-werk; 4 Dank für die Bemühungen der K.; in ihrem Sehr, vomAugust bat die Königin um Sendung der dänischen Gesandten zum20. Sept. nach Emden, wo sie Geleite für die Reise in die Nieder-lande von der Königin und Leicester und auf englische Veran-lassung auch von Parma erhalten sollten. Leicester sollte inzwischendie Stände, deren Ansichten wegen der Pazifikation sehr geteiltwaren, vorbereiten, fand sie aberab hoc proposito alienissimos;. . . populi animus satis dexter est, sed primores ordinum populoabusi omnibus modis dissuadent" teils aus Ehrgeiz teils aus Hab-sucht; daher kommt die bisherige Hinderung und nicht von derKönigin, die im höchsten Grade geneigt ist; die dänischen Ge-

1 Aehnlich L. W. in seiner Antwort an Magdeburg (vgl. No. 106)vom 22. Dez.: Dohna könne billig wie Moses sagen, es sei kein ge-marterter Mensch auf Erden gewesen als er; die Franzosen haben sichweniger als nichts um seinen Befehl gekümmert und etliche ihn endlichverraten; die Truppen sind umhergeführt wurden wie die Narren;der verlogene Segurius" verliess sie auf dem Musterplatz; Navarraschrieb ihnen nicht ein Brieflein und nahm sich ihrer nichts an, viel-leicht weil er sich schämte seine Zusagen nicht halten zu können,wahrscheinlich auch r uf des losen mans Segurii anschunden" [instigarel;man brachte sie an verpestete Örter u. s. w. Betreffs des Nachzugsstimmt er ganz mit J. F. überein (Marb. Cop.). Am 22. Nov./2. Dez.schickte ! Moncassin aus Metz an Pf. Johann sehr ungünstige Mit-teilungen über die Invasionsarmee, u. a. über die bevorstehendeKapitulation der Schweizer mit dem K. von Frankreich (ebd. I. Cop.).

2 Vgl. I. No. 57; 72; 97; Gott. Gel. Anz. 1900 S. 545 A. 1.

3 Vermählung K. Jakobs mit einer dänischen Prinzessin, vgl. Cal.of State Paper s, domestic series, 1581-1590, Lond. 1865, S. 361;Addenrta 1580-1625, S. 272; 287; Ehses, N. B. I. 2,.421.

4 Vgl. No. 93.