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3 (1903) 1587 - 1592
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88
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88 1587 102.

An dem polnischen Wesen,wie man sich auswickle, damitnicht ein hungarisch wesen daraus ervolge", ist dem Reich viel ge-legen. Bis jetzt gehen aher Sachsen und Brandenburg noch sehrbedächtig; werden wohl, wenn etwas weiteresauf die Bahn kommt,mit uns correspondenz zu halten sich nicht absondern." 1 Gegen-über dieser vermutlichen Verrichtung der Kommissarien Zusammen-stimmung der weltlichen Kff. wohl von Nöten. Auf Abstellung derBeschwerden zu denken: die Schätzungen, ohne dass man einenentsprechenden Schirm verspürt; erinnert an Cilli, Schaumburg ander Donau, Costnitz, Bisanz, Utrecht, Cammerich, Lingen, Campen,Schwollen, Deventer u. a. m.,wie Wurtemberg, soviel das aigen-tumb belaugt, dem reich entzogen," Oesterreich und Burgund sichsich der R.Jurisdiktion erledigt haben; beil. Copien betr. die Prak-tiken mit der Stadt Köln- Endlich K. Gerichts- und Religions-beschwerden (Köln, Strassburg, Aachen, Würzburg). Wie ist dasgegen Gott und die Posterität zu verantworten? Ersucht W., seinenEinfluss bei S. und Br. geltend zu machen. Wird er allein gelassen,so ist wenigstens sein Gewissen salvirt. 2

Marb., Pfalz 18547. Or.

Novbr. 102. Instruktion Segur's für den an Johann Casimir

27 abgefertigten Bongars.

(Frank- (La Noue. Sehr. Pallavicinos. Keine Nachricht von J. C. Englischefürt) Geldhülfe. Bitte um Darlehen. Dietz von Schönberg.)

S. wollte vor einem Monat J. C. aufsuchen, um ihm B's Be-richt über seine sächsische Reise sowie Sehr. Palavicini's mitzuteilen,fand ihn aber nicht in Heidelberg und wollte nach Basel, um LaNoue zu treffen und zu J. C. zurück zu bringen. Auf die Nach-richt, La Noue könne nicht so bald kommen, kehrte er unterwegsum nach Heidelberg und, da er J. C. wieder nicht traf, in dieseStadt. 8 Da er J. C. Rückkehr zu spät erfuhr und jetzt unwohlist, .schickt er B. Hat 3 Sehr. Palavicini's erhalten: 1) vom 2. Okt.,worin P. versichert,que la royne fera les avances d'une seconde

1 Am 29. Nov. antwortet J. C. auf ein Sehr, des Kf. Johann Georgvom 31. Okt.; er billigt die Haltung der beiden Kff., da ein Kriegbeider Parteien dem R. so nachteilig wäre, wie es vor Jahren mitUngarn gegangen,daran man noch zu dauen" [er meint den Streitzwischen K. Ferdinand und Zapolya], und ersucht J. G. den einenTeil zum Abstand bewegen zu helfen (Berl. Cop.). Aehnlich schreibtM. Joachim Friedrich am 26. Nov. aus Ansbach an J. C, die Kff. solltenvermitteln nnd einstweilen einenWaffenstillstandvorschlagen(Marb.Frkr.1587. III. Cop.). Dagegen schreiben Sachsen und Brandenburg am 19. Dez.an M. Georg Friedrich, eine Vermittlung, um die sie von den Interessentenniemals ersucht worden, sei ganz untunlich (Berlin, Cop.).

2 L. W. antwortet am 8. Dez, ablehnend; er habe bereits an dieKff. geschrieben.

3 Am lo. Okt. hatte J. C. Heidelberg verlassen, um nach Kreuz-nach zu gehen, wo er am 13. eintraf und den von M. Philipp vonBaden eingesetzten lutherischen Pfarrer Scheuerlein absetzte und ge-waltsam wegführen Hess (vgl. Back, die evangel. Kirche II, Bonn1873, S. 466 ff). J. C, den seine Gemahlin und sein Pflegesohn be-gleiteten, kam am 26. nach Heidelberg zurück und ging am 2. Nov.wieder weg zur Jagd, zunächst nach Friedeisheim, dann am 4. nachKaiserslautern; erst am 21. war er wieder in Heidelberg (Kalender).