Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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86
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86 1587 98100.

Guise erinnerte. 1 Dieses Sehr, trug ihm und seinem Sohn Übeln

Lohn ein ....... Bittet um Erklärung durch diesen seinen

Gesandten.*

Mb. 131. it. 61. Cop.

Novbr. 99. Johann Casimir an die Abgeordneten der Stadt

23 Köln zu Prag.

Heidel-

erg Hat gehört, was sie bei seinen Räten wegen ihres Streits mit

"Wilhelm von Harff und der brabantischen Eegierung und über diejülichischen Lizenten geworben, und darauf sowohl für sich anden Kaiser als mit Mainz und Trier an Jülich geschrieben. Siekönnen jetzt sehen, was ihnen ihr Verfahren gegen gutherzigeChristen bei Spanien austrägt. Ihre Herrn sollen Christo und seinemEvangelio wenn nicht Kirchen, doch einen Stall oder eine Scheunezur öffentlichen Uebung der Religion einräumen, nach dem Recht,das ihnen der Rel. Frieden gewährt. Sonst werden er u. a. Evan-gelische sich ihrer Sachen nicht mehr annehmen.

Marb., Pfalx 16847. Cop.J

Novbr. 100. Johann Casimir an den Kaiser.

24Heidel- Auf das kais. Sehr, [vom 26. Sept.]. Da der Prinz von Schweden

berg die Wahl angenommen und sich bereits stark in Polen eingestellt,auch einen grossen Anhang hat, gewinnt die Sache ein weites Aus-sehen; der Kaiser möge sorgen, dass sie ohne Schaden und Nach-teil für die Brüder und Erblande des Kaisers, sowie für das Reichzu gutem Ende komme; will nicht unterlassen, falls er etwas gutesneben andern dabei tun kann,in sonderbarer betrachtung, das

1 Im Sehr, an England sagt G. H., die navarrischen Gesandtenhätten Abschriftendes lettres originaulx dont les originaulx sont äceste heure entre mes mains". Vgl. No. 39.

2 Im Sehr, an England deutet G. H. noch an, er habe gegenüberder Verweigerung seines Rechts von Seiten J. C. ein Mittel gefunden,d'avoir ma raison, que V. M vueille nullement penser ny jamaisse laisser persuader que pourtant je vueille estre contre la religionny favoriser les Catholiques, mais bien m'en servir deleur commoditez." G. H. Beglaubigung Malleroy's bei Navarra sowie seine Sehr, anMalleroy und Clervant, alle vom G. Dez. (Mb. f. 82 ff. Orr.) scheinennicht abgegangen zu sein.

8 Am 22. Nov. (Cop. ebd.). Das Anbringen der städtischen Ge-sandten bei Kurpfalz am 23. Okt. (ebd. Cop.) betraf vor allem dieschon seit 1560 schwebenden Streitigkeiten der Stadt mit dem JunkerWilhelm von Harff, Herren zu Hürth (vgl. Weinsberg II, 78 A. 1;III, 389; 394 f.), der die Sache trotz kais. Interzession und Ver-weisung an das R. K. G. vor die Gerichtsbarkeit der brabantischenRegierung gezogen hatte. Am l./ll. Jan. 1588 wurde im Kölner RatSehr, der Gesandten aus Prag nebst Cop. des Sehr. J. C. an denKaiser verlesen, ferner das Conc. eines Dankschr.ad prineipes elec-tores" wegen Verwendung beim Kaiser, das durch eigne Botschafabgefertigt werden sollte (Köln. Ratsprot. XXXVIII, 161).