Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
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58
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58 1587 69—70.

August 69. Malleroy an Meister und Rat zu Strassburg.9

Wasseln- „Le peu de justice que vous m'aves faicte de la calomnie äheim m0 y m j se ^ sus en vostre conseil ... et ce que je n'ay pris nullevengeance m' a rendu sy mesprisable en vostre endroict que faisantmention de moy dans la lettre qu' aves escrite ä monsr de Clervantmon frere vous me nommes, comme vous feries le moindre soldatde 1- armee." . . . Bittet sie die Urheber der Verläumdung zu er-mitteln und an die Obersten der Schweizer auszuliefern. 1 ....

Strassb. A A. 1857. Or,

August 70. Otto Hack an Johann Georg von Brandenburg.11Warschau Kam mit dem sächsischen Gesandten am 15. Juni hieher ; die Ge-sandten der andern Kff. kamen etliche Tage, die des Kaisers erst14 Tage darnach (29. Juni). Am 2. Juli wurden sie zu denKaiserlichen beschieden, die mit dem von ihnen vereinbarten Con-cept der Werbung wohl zufrieden waren, aber noch verlangten, siesollten der Königin -Wittwe das Haus Österreich empfehlen, inihrem Vorbringen den kais. Bruder [!] Erzh. Ferdinand adjungirenund endlich den polnischen Ständen im Namen ihrer Fürsten einGeneralbündniss mit allen R. Ständen zusichern. Am 4. Juli ent-gegneten sie hierauf: sie hätten keine Kredenz an die Königin;Erzh. Ferdinand sei in dem Sehr, des Kaisers an ihre Herrn nichterwähnt, also auch in ihre Instruktion nicht aufgenommen worden.In diesem 2. Punkt gaben sie jedoch nach, da die kais. Gesandtenerklärten, Erzh. Ferdinand sei nachträglich auf Bedenken desKaisers und seiner Brüder in die kais. Instruktion mit aufgenommenworden, da ferner die Gesandten der drei kais. Brüder ebenfallsdarum ersuchten und die Gesandten des Erzh. Ferdinand erklärten,ihr Herr strebe keineswegs selbst nach der Krone, sondern wollenur, da viele Vornehme und Polen eine besondere Zuneigung zuihm hätten, durch seine Autorität die Stände für das Haus Österreichgünstig stimmen und, falls er gewählt würde, die Krone nicht an-nehmen, sondern auf einen seiner Vettern zu bringen suchen.Wegen des Generalbündnisses erklärten sie keine Instruktion zu haben;auch stünde dies bei sämmtlichen R. Ständen, nicht bei den Kff. allein.

Berlin. E. IX. 8cd. Or.

1 Es handelte sich um die Plünderung von Wasselnheim am 6. Aug.(Reuss S. 51); am 8. Aug. verwendete sich Clervant beim Rat fürseinen hieran unschuldigen und durch ihre Beschuldigung schwer ge-kränkten Bruder Malleroy (Str. Or.), der freilich in der Stadt vonlangeher einen sehr bösen Namen hatte (vgl. I. No. 223). Der Rathatte sich bei Sögur beklagt, der den Abgesandten sagte, „das Mall-roy ein böser gesell [vgl. Reuss S. 138], der hievor auch understan-den diese statt einzunehmen und sich in dis gescheft wider allerehrlichen leut willen und consens eingetrungen". Der Rat beschlossjedoch nichts vorzunehmen, aber M. Benehmen in Erinnerung zu be-halten (Ratsprot. 7. 9. Aug.). Ein Ausbruch Ms gegen Schrögl beiLa Hug. Eph. S. 19. — S6gur verabschiedete sich am 10. Augustbrieflich vom Rat (Reuss S. 83 f; die Annahme ebd. S. 53 A. 1, dasDatum sei anderen Stils, ist irrig.).