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Juli 56. Pauli an Joachim Camerarius.
Die Hauptgegenstände des Naumburger Konvents „faeliciterDresden acta et transacta fuerunt omnia"; die Fürsteu trennten sichletzten Sonntag „maxima animorum coniunctione"; . . . der Kf. vonBrandenburg „nobiscum profectus fuit" auf diesen und den künftigenMonat zur Hirschjagd. „Ante prandium Naumburg! de negociisconsultarunt principes et consiliarii, post consiliarii soli", da dieFürsten sich täglich zu Mittag, manchmal auch zu Abend einluden,,,/.ai etoov ocrov rß-ekt {hipäg, ut Homerus ait": ... eine in Deutschlandnicht auszurottende Sitte. 1 Von Auswärtigen war nur Bongarsiushier, von Segurius gesandt; er bekam die gleiche Antwort wiezuvor. 2 Von dem päpstlichen Legaten haben sie nichts gehört;es wäre ihm nicht besser gegangen als dem „Delphinus Venetus"vor 16 Jahren am gleichen Ort. 8
Bm Coli. Cam. XXIV. Or.
J ' lH 57. Pfalzgraf Georg Hans an Karl von Lothringen.... (Pfälzisch-navarrische Vorschläge an Lothringen; G. H. Gutachten,
lllkircb Absichten Dänemarks auf die römische Krone und die UnterstützungNavarras. Das Kommando des Invasionsheers.)
Die Verhandlungen zwischen Buy und Tantottville sind „uneterrible commedie", wobei die Gesandten Navarras alles auf siebladen und „des articles crudes et rüdes" schicken sollten. „Estant
Pfalzburgs an den Feind und die Aufgabe Zaberns durch den B. vonStrassburg. — Am 21. Juli befiehlt J. C. den kurpfiilzischen AemternZurückweisung der mit kais. Patenten durchziehenden spanischen Knechte;ein Pfälzer Knoll von Wachenheim, früher 5 Jahre im Dienst der Pfalz-gräfin zu Heidelberg, der sich zum Lakaien bei einem Fähnrich Eggen-bergs hatte bestellen lassen, wurde verhört, aber mit einer „starkengespickten Urphede" betreffs spanisch-ligistischer Dienste entlassen (17.und 21. Juli; Mb. 114/3').
1 Vgl. No. 52.
3 Bongars, der während der Tauffestlichkeiten vergebens in Dresdengewesen war und auf den Rat guter Freunde nicht einmal die Sehr, andie Kff. (vom 1. Juni, vgl. Lettres Miss. II, 287 ff, Or. Dr. 9304)überreicht hatte, weil einige Aeusserungen über die EntfremdungKursachsens den Kf. hätten reizen können, verschob deshalb dieganze Sache auf den Nautnburger Konvent, für den eine im NamenSegur's einzugebende Schrift ausgearbeitet wurde (Bongars an L.Wilhelm,Kassel 17. Juni, Marb. a. a. 0. eigh.). Das ausführliche Sehr. Segur'san die beiden Kff., Magdeburg und Hessen, Strassburg 25. Juni (Dr.,9304, Or.) sucht folgende Argumente gegen Unterstützung Navarras zuentkräften: 1) Navarras Unbeständigkeit in der Religion; 2) es handlesich überhaupt nur um die Herrschaft; 3) deutsche Fürsten hätten mitden französischen Dingen nichts zu tun; 4) Verschiedenheit des Be-kenntnisses; die Religion habe mit menschlicher Gewalt nichts zu schaffen.Vgl. Segur's Sehr. 25. Juni an die anhaltischen Brüder, Beckmann II,211 f.; am gl. Tag an Dänemark: er habe Sehr, seines K. nach Naumburggeschickt, wo er auch dänische Gesandte vermute, und bitte um Auszahlungder dänischen Hülfsgelder durch den Strassburger Rat (Kopenh. Or.).K. Friedrich ersucht am 28. Juni Magdeburg, Ansbach und L. Wilhelmzu Naumburg auf die Kff. zu Gunsten Navarras einzuwirken (ebd. d. Prot.).
8 Vgl. Ritter I, 153 f.