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Juli 52. Zeitung aus Naumburg. 1
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Naumburg Ankunft der Herrschaft 3. Juli; Sachsen mit Gemahlin, Johannvon Weimar, einem Fürsten von Anhalt und einem Herrn vonTeschen, mit 1300 Pferden; Brandenburg mit dem Administratorund ihren beiden Gemahlinnen, mit 1500 Pferden; L. Wilhelm mitseinem Sohn Moritz, mit 300Pf.; L. Ludwig mit Gemahlin, L.Georgmit Sohn, mit 700 Pf.; Friedrich Wilhelm und Johann Casimir vonSachsen mit Gemahlinnen, Herzog Johann Ernst, mit 600 Pf.;Philipp und Wolf von Grubenhagen, mit 100 Pf.; ferner benach-barte Grafen und ein Abgesandter Ansbachs. Am nächsten Tagwaren die Fürsten allein bei L. Wilhelm, der schwer beweglich .ist,beisammen, die Räte auf dem Rathaus; am andern Tag die Fürstenzuerst wieder bei L. W„ dann mit den Räten auf dem Rathaus. 2
partement de monsr le duc; ce sont des stratag&mes de La Huguerie,lesquels n'aportent point d'honneur ni d'utillite ä son mestre; cella estfaux qu'elle vous aie estee remise entre les mains pour la revoir, commevous le s<;aves". Betreffs der 3000 escus versichert er „en foy de hommede bten", dass weder bei der Unterhandlung noch bei der Lieferung des Geldsjemals davon geredet oder daran gedacht wurde es J. C. auszuliefern (Pb. V cColbert402f. 89). Vgl. hiemit die Vorwürfe gegen Quitry bei La Hug., Eph.S. 14, 41. Betreffs der Kapitulation heisst es in einem Beschwerdeschr.des Pf. Georg Hans an die K. von England [s. d., vgl. unten 16. Nov.]:,,il [j. C] avoit force et change la capitulation, laquelle il [Segur] n'apas aussy voulu signer luy l'ayant este renvoye pour la voir et confereravec le premier traite, jusques ä ce qu'il estoit contrainet de le soub-signer ä cause de l'armce qui estoit desjä, si advance, dont toutesfois ila faict une protestation vers les principaulx seigneures de la relligion,comme monsr de La Noue, Beauvois Monocle [!] et aultres".
1 Vgl. über diesen Naumburger Tag, der ursprünglich die Erb-vereinigung zwischen Sachsen, Brandenburg und Hessen betraf, aherauch zu Beratungen über die Beschwerden der Evangelischen im Reichund über die Unterstützung Navarras benützt wurde, Hellfeld, Beiträgezum Sachs. Staatsrecht I, 63 ff; Rommel, Gesch. von Hessen V, 595 f.;hiezu oben No. 34; Ehses I. 2, 33 A. 2.
2 In dem Auszug eines Augsburger Sehr, vom 26. Juli (Dresden a.a. O.) heisst es, die Fürsten seien von Naumburg, wo sie 5 Tage zu-sammen waren, heute vor 8 Tagen aufgebrochen, die Beratungen ohneZuziehung der Räte abgemacht worden; Brandenburg habe das Protokollgeführt; es seien wichtige Sachen verhandelt worden; die jungen Fürstenhätten zum Teil abtreten müssen, so dass man nicht wie zu Lüneburg[1586, vgl. Ehses- Meister, N. B. I. 1, 209, No. 151] wissen werde,was verrichtet wurde. Ein Lizentiat von Leipzig (vermutlich ein vomGegenteil gesebmierter Spion) soll versucht haben sich einzudrängen,aber als keinem Fürsten bekannt von den Dienern die Treppe hinuntergeworfen und am nächsten Tag verhaftet worden sein. — Ancel berichtetaus Prag am 4./14. Juli dem K. Heinrich 111., in Naumburg werde mitden Landgrafen auch Casimir erwartet; nach Erledigung der auf dieErbverträge und die Befreiung Johann Friedrichs bezüglichen Fragenkönnten sie „bien mettre en avant quelque chose touchant la religion,voyant que le dict sr electeur [Sachsen] y est assez enclin pour avoirnagueres faict visiter ses universitez en intention de les reformer, sinonpour oster du tout la Concorde des Ubiquitistes lutheriens contre lesCalvinistes, pour le moins pour tenir les plus mutins en bride etretrancher une infinite d'ücritz seditieux qui se sement et impriment