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über hören und bittet F. um sein Gutachten. Auf einer Seite istder Ungehorsam und die Neuerungen der Unruhigen, auf der anderndie unumgängliche Not und Türkengefahr, allenthalben aber derVerzug höchst gefährlich. Ist ratlos. 1
Wh. Iteichssaclien 1580—94. Or.
50. Johann Casimir an Segur. Juni
30Hört, dass Monglas noch in Strassburg ist. Schlägt, da Navarra
nicht zeitig genug über das Kommando Bestimmung treffen kann, ^' ^ *„en attendant que le roy de Navarre y ait pourveu ä la dite ca-pitulation" und ohne Präjudiz für diese, Bouillon zum Befehlshaberder französischen Truppen vor, mit Ausnahme Chastillon's und der-jenigen, „qui sont obligez avec luy aux estrangers". 2
Pb. Vo Colbert 402 f. 104. Or.
51. Johann Casimir an S 6 g u r. ^"^
(Die Verwüstungen um Strassburg und der Anmarsch der Truppen. jj e jj e i.Beansprucht die Entscheidung über das Kommando der Deutschen; ^Pfalzgraf Georg Gustav unmöglich. Ein französischer Führer vonGeblüt aufzustellen.)
„Monsieur de Segur! J'ay receu vos lettres et sur le reglementque desirez estre fait de bonne heure, je vous diray que le s r baronde Dhonau est parti et que tout s'advance du coste de decä, estantraisonnable que cela se face en conseil et par commun advis detous ceux quiy ontinterest; aussi bien l'exercice de telles chargesne se peut faire en ces lieux-lä, oü il faut payer ou prier et nonCommander." Beklagt die Verwüstungen um Strassburg, 3 die sich
1 In seiner Antwort vom 28. Juli/7. August rät der Erzh. den RTag zu verschieben und vorläufig den Papst, Spanien und die italienischenFürsten um Geldhülfe anzugehen; wolle der K. den R. Tag trotzdemeinberufen, bo soll er vor allem sich der Zustimmung der geistlichenKff. versichern und bei ihnen wie bei den weltlichen die Beschränkungder Verhandlungen auf die Gegenstände der Proposition durchsetzen;im Notfall könnte man sich gegen die Konfessionisten erbieten dieFreistellung oder andere Punkte nach dem R. Tag am Kaiserhof durchVertreter beider Religionen traktiren zu lassen (Wien, R. Sachen Conc).Ueber ein Gutachten Ludwigs von Würtemberg für Erzh. Ferdinandden R. Tag betreffend vom 13. Sept. (Innsbr. Or.) vgl. Hirn II, 149.Nach einem Bericht Ancel's an K. Heinrich III. aus Prag vom 4./14.Juli (Pb. f. Fr. 3393 f. 40, Or.) war Erstenberger von einer Sendung andie geistlichen Kff. zurückgekehrt, die wie es scheint wegen des R. Tagsauch Schwierigkeiten machten.
2 Die irrige Darstellung bei La Hug. IL, 410 und III, 29 schonvom Herausgeber nach obigem Sehr, berichtigt. Ebd. 406 A. 1 dasSehr. J. C. an Navarra vom 1. Juli zu Gunsten Bouillon's angeführt;J. C. bittet „l'honorer autant que vous pourrez de charges dignes deluy" und bezieht sich darauf, dass B's. Vater den Kf. Friedrich undnachmals ihn zum Vormund seiner Kinder erwählt habe, vgl. I. 268.Vgl. La Hug. II. 409 A. 3 und über die Stellung B's zu Guise und HeinrichIII. sowie seine Beziehungen zu Georg Hans, ebd. 396 A. 1,2; 408 A. 3;409 A. 1; über sein Verhältniss zu Navarra seit 1. Dez. 1586, A n q u e z S: 17.
3 Vgl. R Reuss, 2 Lieder über den Diebskrieg (Strassb. 1874), S.21 ff;Schmidt, Dohna S.75 f; Meister, Kapitelstreit S. 242 ff; Tueteyl,55f.