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je also des untreuen nachbarn anfängt zu spielen, will in warheitzu allen teilen ufsebens je länger je mehr von nöten sein. Danwas den mitgeteilten bericht den Chytry betreffend 1 anlangen tut,kan ich nit anders sagen „sinon que c'est une honte et pitie: gottbessers! Der tag in Lotringen soll den 1. Maii werden; da inenernst und man sich irer annem, möchte vielleicht in eim bergichtenland so gut als in eim ebnen noch zu wonen sein, doch alles ingottes forcht und mit gottes bulf. Was E. L. vom reichstag 2 gewisserfaren, bitt ich mich zu verstendigen nit zu underlassen; und daE. L. schon andern zu gefallen nit eben das placebo singen, setzich in keinen zweifei, werd niemand E. L. darumb verdenken oderdieselb darzu nöten; dan reichstag reichstag und nit reistäg seinsollen; mit bitt, mir in ungutem nichts ufzunemen."
Ma. 5d5/4. f. 3dö. Eigh.
30. Erzherzog Matthias an Kurfürst Johann Georg. April
20Nachdem er in Osterreich eine Zeitlang fast massig gelegen,"nahm er sich eine Reise nach Deutschland vor, „die zeit damitzu verzeren"; möchte den damals beabsichtigten und schon langezugesagten Besuch bei J. G. jetzt „in gehaim" ausführen, obwohler Ursache hätte eilig nach Österreich zurückzukehren; verweist aufden Überbringer „Baltasar von Danawitz". 3
Berlin, E. IX. 8 cd. Eigh.
31. Johann Casimir an Landgraf Wilhelm. April
25Auf W. Sehr, vom 16. Ebenfalls gegen die von Dänemark Heidel-vorgeschlagene Zusammenordnung der Räte; hat deshalb an Däne- bergmark, Magdeburg, Braunscbweig und Halberstadt geschrieben.
kühl und wundert sich, dass darin der deutschen Werbungen für Navarrakeine Erwähnung geschieht. J. antwortet am 8. April, er wisse vonkeiner solchen Werbung und bittet um Sendung eines Vertrauten, etwaPeter Joly des Jungen (ebd.). Am 12. April schreibt J. an J. C:Schomberg kommt nicht sobald; Spannung zwischen dem K. und derLigue; hofft auf Mittel der Hinderung eines so gefährlichen Plans;„parolles las ich mich nit irren; — las es bei dem alten credo und demalten calender" (ebd.).
1 J. C. im Kalender zum 17. April: „Mit Gytri gescheften verricht."Vgl. La Hug. II, 392 A. 3.
2 Vgl. Gott. Gel. Anz. 1900 S. 550; Ehses I. 2, 308 A. 2.
8 M. kehrte damals von einem dreiwöchentlichen Besuch bei K.Friedrich von Dänemark zurück, den man wieder mit einer schwedischenHeirat oder mit einer weiteren Reise nach Russland in Beziehung ge-bracht hatte (Zeitung 9./19. April, Ma. 284/14 f. 429; Zane an den Dogen,11./21. April). In einer Instruktion für eine Werbung bei Brandenburgvom 2./12. Juni äussert sich M. dahin: da sich seit den Niederlandenkeine Gelegenheit für ihn gefunden, sei er entschlossen gewesen, „durcheine unbekante reise was zu vorsuchen", zuerst Norddeutschland unddie angrenzenden Länder, dann auch andere zu sehen und was dabeizu erfahren"; er sei in die Seestädte und nach Dänemark gezogen, aberdurch die Nachricht von seinen polnischen Aussichten zur Umkehr be-wogen worden (Berlin, Pflug XXIII, Cop.). *