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Einverstanden mit möglichst geheimer Zusammenschiessung. DieKontribution der deutschen Fürsten soll aber aus allerhand wichtigenGründen nicht dem Segurio oder einem anderen Ausländer einge-händigt, sondern, wie es England mit Zustimmung Navarras undanderer Interessenten gemacht hat, durch Wechsel, also durch dritteund vierte Hand unvermerkt nach Frankfurt oder sonst an einengelegenen Ort und dann dem bestellten und von Navarras wegenverpflichteten Pfennigmeister Isaak Wücker von Strassburg zugestelltwerden. W. soll nicht denken, „als ob wir uns uf solchen wegselbigen gelts zu mechtigen und habhaft zu machen gesinnet"; essollen nur die Dinge den Franzosen „und also consequenter auchandern" nicht eher kundgemacht werden, als das Geld nach seinerBestimmung angewendet oder das Volk damit in Anzug gebrachtist. Segurius könnte sonst veranlasst werden „abwegige, verlorne,faule und hölzerne anschleg (wie oft beschehen) an die hand zunemen" zum Schaden der Deutschen wie der autores selbst. DenFranzosen fehlt es zuweilen mehr an gebührlicher Dexterität alsam fervore. Wücker wird über alle Einnahmen sowohl den Deutschenals Navarra Rechnung ablegen. Ihm ist es nicht um das Direktoriumzu tun oder das Seine dabei zu suchen. Erbietet sich wie vor-mals für sich und seinen Pflegesohn 30 000 fl. sofort zu erlegenund in allem mit W. Rat und Gutachten zu handeln. Billigt W. Sehr,an Würtemberg, Brandenburg und Magdeburg ; Gott möge vor allemWürtembergs Herz erleuchten! W. Sehr, vom 11. Jan. 86 ist dortgegenüber den Hetzereien etlicher verbitterter Geister fruchtlosgeblieben. Magdeburg wird sich wohl nicht länger blenden lassen.Auch ohne diese Fürsten möge aber W. dem Werk treu bleiben.In Stuttgart wird W. Lakai vermutlich mit schlechter Antwort ab-gefertigt oder, da Georg Friedrich dort erwartet, die Sache aufein Gesammtschr. verschoben werden. Will mit andern Pf., be-sonders Herzog Hans handeln, erwartet aber nicht viel. 1
Marb. Frkr. 1587 I. Or. (pr. Kassel 29. April).
Mai 32. Johann Casimir an Landgraf Wilhelm,
Germers- Zeitungen, über guisianische Truppenwerbungen in Italien;
heim Absicht diese Truppen mit den 1000 Schweizern Pfeiffers zu ver-einigen und durch Erzh. Ferdinands Gebiet nach Breisach zu den
1 Am 22. März hätte W. Steurberg von Lewenstein (vgl. I. 49A. 1; II. 376; 463 A. 1) mit einer vertraulichen Werbung in derbewussten Sache bei J. C. und mit einer Verrichtung bei Pallavicino UDdSegur zu Frankfurt beauftragt; mit L. Ludwig und L. Georg sollte L.nicht über die Sache reden, die Schickung an Würtemberg bis nach derAntwort J. C. verschoben werden (Marb. Prkr. 1588, Cop.). — Am 15.Mai zieht sich dann W. endgültig von der Sache zurück, unter Hinweisauf die Haltung Sachsens, Brandenburgs, Würtembergs, Braunschweigs,da „wir viel zu geringe seind einen solchen Olympum allein zutragen";ausserdem betont er das Misstrauen zwischen Segur, Pallavicino undJ. C, „dermassen das E. L. die aufoemung solcher stattlichen summagelts lieber einem verdorbenen kaufman als ihrer einem vertrauen"(Marb. ebd. Cop.). Pallavicino schreibt auf der Piückreise nach Englandam 25. April aus Emden an L. Wilhelm (Marb. Frkr. 1587, I, eigh.).