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27—28. 1587 23
Aber M. bat den protestantischen Fürsten Anlass zu der Meinunggegeben, „che S. A. sia mal sodisfatta delli fratelli et della casasua et che abbracciarebbe occasione di travagliare per acquistarsimeglior fortuna"; gemäss sind ihre derartige Vorschläge, „tantodentro quanto fuori dell' imperio", gemacht worden. Man fürchtetjetzt hier für M. Verhaftung oder dgl. von Seiten übelgesinnterFürsten. Der Kaiser muss M. durch Mitteilung der spanischen Ant-wort zur Umkehr bewegen, damit er nicht durch die Protestantenin die niederländischen u. a. Praktiken verwickelt wird, wie derKönig befürchtet. —
Wien, Disp. Von. XIV. Or.
28. S6gur an Schrögl. 1 April
(Klagen über das Vorgehen der Pfälzer in Sachen der Werbungen für 6
Navarra. Quitry's Haltung in Sachsen.) Frank-
„Monsieur! Sera-ce pour tousjours que vous interpreterezsinistrement tout ce qui vient de nous, et ferez trouver mauvaisesnos justes remonstrances ä monsieur le duc? Vous en debvriezestre laz, car cella ne vous proffite en aulcune facon et ruynenos affaires. Je ne scay aussi, comment vous pouvez dire quemonsieur le duc se descbargera de tout. Nous le cognoissonsprince si vertueux et veVitable que nous nous asseurons qu'il fairaplus pour nous qu'il nous a promis; et nous avons souvant esprouvesa bonte, et lors que nostre cause n'estoit si juste qu'asteure etque nous n'avions le tiers du moyen qu'avons. Je trouve encoresplus estrange de ce que vous insistez que j'envoye des blancs etle sgau du roy de Navarre pour capituller avecq les colonnelz,
habe sich endlich für die Aussöhnung entschieden, aber die Abfassungeines eigb. Billets an M. abgeschlagen ; die Kaiserin solle an den Königschreiben und seine Antwort könne dann nach Deutschland gehen; auchden Gnadenbeweis einer Pension lehnte der König vorläufig ab (Nürnb.Germ. Nat. Mus. Cod. 4961x, IV, Cop.).
1 Am 28. und 29. März war Pallavicino in Heidelberg [J. C. Kalender].Am 31. März hatte J. C. Quitry an S. gesandt, mit der bestimmtenWeisung „ce que le dit s r de Qnitry vous dira" an Couvrelles auszu-händigen. S. weigerte sich in seiner Antwort vom 1. April den Oberstenschon jetzt die Ratifikation Navarras zuzustellen und die Verhandlungenmit ihnen, da sie einmal von einem Gesandten Navarras begonnenworden seien, an Couvrelles abzugeben; hätte man die Sache gleichanfangs Couvrelles übertragen, „comme nous 1' [V. Alt.] en avions sou-vant supliee et requiz feu mons r de Beutrich de le vous faire trouverbon", so wäre es vermutlich mehr nach Wunsch abgegangen. S. erbotsich selbst zu den Obersten zu gehen, da er ohnedies nach Dänemarkreisen müsse. Darauf erfolgte das oben beantwortete Sehr. Schregels;S. schrieb am 6. April auch an J. C. selbst im gleichen Sinn (Pb. a. a. 0.).Ein hugenottisches Sehr, an S. vom 22. April [Duplessis-Mornay ? ebd.]klagt: „Les longueurs et remises du Sire Georges [duc Casimir] ruinentnos affaires." Dagegen ergeht sich Kolbinger in einem Sehr, an Dohna,Heidelberg 9. April, wieder über die Indiskretion und Leichtfertigkeit derFranzosen, z. B. Clervant's; er schliesst: „Ita ego homo non ita pro-vectae aetatis eo usque tarnen dies meos protraxi, ut servitutem totiusEuropae Germaniaeque olim libertatis nomine celebris oculis aspicerequeam" (Mb. 113'3 C eigb.).