22 1587 26-27.
Truppen von Sedan zurückziehen. Bellievre, der gestern dorthinging, wird wohl alles beilegen. "Was die von J. berührte Unter-stützung Navarras durch die deutschen Protestanten betrifft, sowird er J. den Entschluss des K. mündlich eröffnen; der K. trifftbereits seine Gegenmassregeln „estant bien re^solu de ne se tenirles bras croisez et baisser la teste pour recevoir le coup". Wiegünstig der K. über J. noch gestern gesprochen hat, wird Volmarberichten.
Ma. 545/4. f. 355. Oop.
April 27. Zane an den Dogen.
4
14 .... Erzherzog Matthias trachtete (nach Briefen, die ihn
Prag „un ministro principale" ganz in Vertrauen sehen Hess) längst nachAussöhnung mit Spanien und wollte unerkannt einen grossen TeilEuropas durchreisen „ad imitatione d'altri suoi maggiori" und überItalien und Spanien nach Lissabon gehen, um sich dort unter Ver-mittlung seines Bruders, des Kardinals, dem König zu Füssen zuwerfen. Da der Kaiser den Gedanken billigte, nur das Betretenspanischen Gebiets in Italien vorläufig widerriet und auch anSpanien schrieb, machte sich M. im Glauben an die Zustimmungdes Kaisers nach Norden auf den Weg, fuhr nach Dänemark undwollte aus Neugier auch nach Russland. — Die letzten spanischenBriefe sollten M. die Erlaubniss zur Reise nach Italien u. Spaniengeben, „rimettendole [S. A.] la offesa et ricevendola in gratia"'.'
Herzogin von Guise auf ein Sehr, der Pf. Magdalena von Zweibrückenmit Freundschaftsversicherungen und politischen Mitteilungen; am 27.März/6. April schreibt Moncassin an J. über die Zustellung von Sehr.J. an Guise und Schomberg; Ma 545/4 f. 341 ff. Copp.). Am 11. Jan.1587 schreibt J. an J. &, seine Gesandten (vgl. II. 509 A. 1) seienaus Frankreich ohne Geld und mit vielen Brillen zurückgekehrt undmüssten bald wieder hinein. Er suchte zu Gunsten des von Guise be-bedrängten Herzogs von Bouillon zu vermitteln (Sehr, an Schomberg,Heidelberg, 27. Februar, vgl. L'Estoile, Journal de Henri III, III,292 f; La Hug. II, 391 A. 2; Seh. verspricht in seiner Antwort, Paris22. März/1. April, das Sehr, mitzuteilen und die Antwort J. persönlicham 15. April a. St. in Zweibrücken zu überbringeD, Ma. f. 337). —Am 13. März schreibt J. aus Heidelberg an Seh., er habe auf der Hoch-zeit seines Bruders Friedrich erfahren, die deutschen Evangelischenwollten, falls der K. nicht bald mit den Hugenotten Friede mache,diesen wirkliche Hülfe leisten; am 12. April aus Zweibrücken auf Seh.Sehr, vom 4./14., das ihm Johann von Salm zugeschickt habe: eineetwaige deutsche Unterstützung Navarras sei nur zum Besten der fran-zösischen Krone gemeint (ebd. Copp.). Seh. entschuldigt am 18./28. Aprilaus Nanteuil gegen J. die Verzögerung seiner Reise; er gehe mitBellievre zum K., der sich ebenso wie Lothringen anschicke der ange-drohten Jnvasion entgegenzutreten; beide seien „bien deliberes de ne setenir pas les bras croises, quand l'on leur vouldra donner sur la .ioue."J. erwidert am 30. April, hier zu Lande sei es ganz still (Mb. 114/3 1Copp.).
1 Am 8./18. März berichtete Khevenhüller aus Madrid dem Kaiseru. a. auch hierüber: Philipp IL, bei dem bisher alle Schritte desKaisers, der Kaiserin und des Gesandten vergeblich gewesen waren,