25—26. 1587 21
25. Johann Casimir an König Friedrich April
von Dänemark. 2
Heidel-
Auf F. (am 28. „dieses" [!] erhaltenes) Sehr, vom 20. Febr. ber Smit seiner unwiderleglichen Ablehnung der von etlichen vorge-wandten Scheinargumente gegen die Unterstützung Navarras. Um-soweniger dürfen „wir andere, in denen gott bishero mehrern eifererweckt hat", uns beim Rel.-Frieden beruhigen. Das Werk istallerdings schwer bedenklich, er erinnert aber an die Wirkung derkleinen deutschen Hülfe in Frankreich ao. 62. Was die von F.angeregte Verständigung wegen einer Kontribution der Fürstenzur Ergänzung der englischen Hülfsgelder betrifft, so bat er es ankeiner Mühe fehlen lassen, bei etlichen aber keinen andern Dankverdient „als das man uns noch darzu suspect und bei menniglichenverdacht gemacht, das eben unserthalber den armen mitleidendenChristen in Frankreich die gebetene handreichung nicht gedeienmöge". Den Vorschlag eines Konvents der Räte bat er an L.Wilhelm gelangen lassen. Erbietet sich auch ohne Zutun andererneben dem, was England erlegt, „auf mass, wie E. K. W. zu unter-schiedlichen maln verstanden", sich anzugreifen und hofft, auchder K. werde nicht auf andere, sondern auf Gottes Sache und Ehresehen und den Pflug des Herrn fortschieben helfen. Die Sachebedarf keines ferneren Deliberirens und leidet keine Verlängerung. 1
Kopenhagen. Job. Casimir. Or. (pr. 14. Mai).
26. Kaspar von Schomberg an Pfalzgraf Johann. 2 April
4
Kann, durch Angelegenheiten des K. hier zurückgehalten, erst 14am 10. oder 12. Mai n. St. zu J. kommen, obwohl er die Haupt- Parisleute von Staupitz schon für den 25. April dorthin bestellt hat. DerK. hat J. Mitteilungen über die deutschen „remuements" für Navarraund Bouillon sehr gut aufgenommen. Hoffentlich wird Bouillonden gerechten Forderungen des K. entsprechen und heute seine
krankung Reubers, „quam secuta est mentis et lingnae amissio; . . .repuerascit in omnibus rebus"; Ehern sei mit einem Fuss im Grab,Hartmann könne sich nicht mehr auf den Beinen halten. Am 1. Aprilfccrichtet R. über eine Besserung im Befinden Reubers (Mb. 113/3).
1 Vgl. No. 11 (S. 11 A. 2). Kolbinger schreibt an Dohna 1. April : „Jamrespondeo ad literas danicas; conor illum abducere a cogitationibuscausam istam publicars posse fieri, sed a paucis et bonis causam bonamtraetandam et iuvaudam"; am 9. April: „Conamur per cancellariumefficere, ne rex optime alias animatus longiorem moram, dum consiliariiconvenire possint, neciat, sed ut suo et nostro exemplo nummos in sub-sidium quam primum ab aliis quoque expromendos curet"; verweistauf das im vorigen Sehr, verwendete Beispiel des Jahres 1562 (Mb.113/3o, eigh.).
2 Pf. J. stand auch nach dem Misserfolg der deutschprotestantischenGesandtschaft von 1586 in regem brieflichen Verkehr mit dem französi-schen Hof, zumal mit Schomberg (II. 501, 509), und mit dem Gou-verneur von Metz Moncassin; zugleich unterhielt er Beziehungen zuGuise (vgl. II. 462; am 25. März/4. April 1587 antwortete die