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3 (1903) 1587 - 1592
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12
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12 1587 1212.

Februar 12. Landgraf Philipp an Christian von Sachsen.17

Kassel Auf Chr. Sehr, vom 6. betr. das spanische Volk und Sachsens

Korr. hierüber mit dem Kaiser. 1 Den Spaniern soll von ihrenFührern Schonung der Grafschaften Lippe und Rittberg eingeschärftsein. Ein Gesandter Würtembergs hier und bei seinem BruderLudwig meldet, der Herzog habe von einem vornehmen Obersten er-fahren, es werde diesen Frühling sich etwas erheben, aber nur übereinen R. Fürsten, nämlich Julius von Braunschweig wegen des StiftsHildesheim. Glaubt nicht daran, da die Rechtsfrage noch schwebt.Cop. eines vom Nuntius Vercel eingegangenenpäpstischen diplo-matis vel potius classici", worin die Wahl des Stifts von Mindenfür nichtig erklärt und Köln beauftragt wird, einen zu nominirenund einzuführen, auch der Kaiser, Spanien, Parma und allegeistlichen R. Fürsten zu Exekutoren requirirt werden. 2 Das wäreinitium belli papistici, zumal wenn die Heirat zwischen Parmaund der Wittwe Herzog Erichs erfolgt und Julius ihr das Wittumvorenthält, wie er überhauptfast jedermann an sich henkt". 3Unter den aus Frankreich zurückkehrenden Leuten Otto Piatosverlautet, sie wollten ihre Rüstwagen wieder suchen, die ihnenHerzog Julius beim Hineinzug genommen,und solten sie dieköpf darueber lassen,"

Dr. 10708. Or.

Februar 13. Der Kaiser an Christian von Sachsen.

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28 Hat von den sächsischen Gesandten vernommen, der Kf. könne

Prag zwar jetzt nicht füglich selbst zu ihm kommen, sei aber geneigt,dies zu einer andern Zeit nachzuholen. Will nicht unterlassen, aufdie Gelegenheit einer Zusammenkunft bedacht zu sein.

Wh,, Saxonica. Conc.

1 Über die Spanier in Westfalen vgl. Weinsberg III, 364;Lossen II, 430 A. 2; am 20. Jan. 1587 schreibt J. C. deshalb an denKreisobersten Ernst von Solms (Wiesb. Dillenb. Arch.K. 328) Parma beeilesich durch einen Abgesandten seine Besetzung deutschen Gebiets beimKaiser zu rechtfertigen (Ehses-Meister I. 1, 217 f.). Im entgegen-gesetzten Sinn suchte ein kursächsischer Gesandter in Prag zu wirken,dem der Kaiser am 27. Jan./6. Febr. die Resolution erteilen liess, erwolle, obwohl Parma kaum beabsichtige irgend einen B. Stand zu be-schweren, Parma an die R. Konstitutionen, zugleich aber die Kff. anHaltung guter Nachbarschaft und Vermeidung einer Beförderung derFeinde Spaniens erinnern. Schon am 20./30. Jan. schrieb der Kaiser anBrandenburg im gleichen Sinn (Berlin, R. 94. II. A. 1). Am 8. Febr.schreibt Pf. Johann an J. C, die münsterischen Bauern fingen an, sichgegen die Spanier zu wehren (Ma. 545/4 330, eieh.). Eine Zeitungaus Heidelberg vom 6. Febr. st. vet. (Strassb. A. A. 833), deren Schreiberklagt, er habe noch nirgends so wenig Lustuns etwas zum bestenzu ton" gefunden als hier, meldet u. a.:Alhie entsetzt man sich nithart ob dem, was der Spanier in Westphalen fürgenommen oder nochfür hat, sonder lasts bleiben, als wenn nit hoch daran gelegen".

2 Vgl. Ehses-Meister I. 1, 159 A. 2; 213 ff.

3 Vgl. II. 319; 464.