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3 (1903) 1587 - 1592
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11
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11. 1587 11

andern wegen seiner religion viel guts gegonnet oder gerne befürdert Februargesehen", sondern weil sie einzeln ihrem Haupt- und Blutfeind 3nicht hätten widerstehen können,wie dan auch eben allein dasbedenken dem religion fried im heil. R. reich einen anfang undursach gegeben hat. Warumb solten den Lutheraner und Calvinisten,ob sie gleich in etzlichen weinig religionspuncten streitig, gemeinerihrer Sicherung halben jegen dem babst als ihrem gemeinem erclertenfeind nicht auch zusammen setzen können? weil wir ja samptlichin allen reformirten Christligen kirchen nicht weniger des babstesals des Türken mord zu steuren mit christligem gesang den liebengott bitten und anrufen, und zwar bei diesen leuften schwer zuunterscheiden, ob wir uns nicht fast mehr von dem babst als demTürken zu besorgen haben."

(Ausführung der Argumente, die gegen eine Politik des Zu-wartens sprechen, selbst wenn dies fremde Händel wären; u.a. mitHinweis auf die Bezeichnung des Rel. Friedens als eines Interims,als durch dasTrienterKonzil erloschen vonseiten der papistischenR. Stände).

Die Sache der Strassburger Kapitularen ist jedenfalls keinefremde, sondern betrifft die Erhaltung der Freiheit und Gerechtigkeitdes Stifts. Auf päpstlicher Seite handelt es sich um eine plan-mässige Ausschliessung der Stände A. 0. von allen Stiften undgeistlichen Benefizien. Dringende Empfehlung der Sache. 3 DerKaiser wird, wenn erbevoraus E. L. nebst unsern und andernfurnehmen fursten und stenden ernst, fleiss und suchen in dieserbillichen sachen spuerten," dem nicht minder Raum geben als demunbefugten Eindrängen des Papstes. Hofft auf keine widerwärtigeResolution. 4

Kopenhagen, Strasb, Domkap. I. 11 Cop.

0 In einem Sehr. gl. Datums über die Strassburger Sache an SachseD,Brandenburg, Halberstadt, Lüneburg berührt F. auch den Wunsch dosStrassburger Kapitels nach dem Eintritt eines dänischen Prinzen (Kopenh.deutsches Prot.).

4 In einem weiteren Sehr, vom 20. Febr. an L. Wilhelm von Hessen(Marb. Frkr. 1587, Or. pr. Kassel 18. März), m. m. an J. C, Magdeburg,Ansbach, Braunschweig und Christian von A Q halt, wiederholt F. unterausdrücklicher Ablehnung der Gegenargumente Sachsens und Branden-burgs die obige Beweisführung zu Gunsten einer Unterstützung Navarrasund verlangt zu den 150000 Kronen, die England geschickt haben solle,von deutscher Seite mindestens 100000 Taler; vgl. Kopenh. a. a. 0.Kf. Christian antwortete auf das Sehr, vom 3. Febr. über die Strass-burger Sache am 9. März aus Dresden, er sei gegen eine Schickung anden Kaiser, höchstens für ein Ansuchen durch seine Gesandten mitTeilnahme Fs.; übrigens hätten ihn die Mansfelder wegen seiner Lehns-gerechtigkeit vor das R.-K.-G. gezogen ; die Wahl des Prinzen Ulrichsei von den Grafen wohl nur zum Besten ihres Handels gemeint undvielleicht anfechtbar, doch sende er das documentum nativitatis unter-fertigt zurück (Kopenh. Or.). Auf das Sehr, vom 20. Febr. antwortetJulius von Braunschweig am 11. März ablehnend (Wolfenbüttel), J. C.am 2. April (Kopenh. Or.) und Joachim Friedrich von Magdeburg am24. April (ebd. Or.) zustimmend; aie Antwort Christians von Anhalt vom30. April im Auszug bei Beckmann II, 295.