14-15. 1587 13
14. S6gur an Christian von Sachsen. Februar
22Hülfegesuch Navarras, da nach dem Scheitern der Verhand- Wormslungen mit der Königin die Verfolgung ärger als je; der Könighauptsächlich dazu veranlasst durch die Versicherungen Kasparsvon Schomberg, „qui nimis multos in aulis quorundam principumGermaniae amicos habet et fautores", die deutschen Evangelischenhätten jetzt Navarra endgültig fallen lassen. A.uch die Zumutungdes Religionswechsels von Seiten der Königin, die vorher billigeBedingungen in Aussicht gestellt hatte, hängt damit zusammen. Be-dauert die Umstimmung einiger Fürsten „maus quorundam artibus"und bittet um Gutachten durch de la Tuilerie. 1
Dr., 9304. Or.
15. Johann Georg von Brandenburg an Joachim März
Friedrich von Magdeburg. 5
J. F. möge auf einen von Dohna, der hier aussen für Navarrawerben und sonst seltsame Praktiken treiben soll, Acht haben undihn, der nächsten Donnerstag nach Jüterbogk kommen soll, anhaltenlassen, wie Sachsen dies mit einem von Ds. Gesellen getan haben soll.Sachsen und er haben den Untertanen jede fremde Bestallungverboten und gute Bereitschaft anbefohlen. Verweist auf die kais.Mandate. 2 —
Marb. Frkr. 1507. Cge.
1 Aehnlich an Dänemark (Kopenh. Frankrige Ref. Or.), L. Wilhelm(Marb. Frkr. 1587, Or.) und Ludwig von Würtemberg (Sattler V. Beil.no. 21). Coignet de la Tuilerie brachte Sehr. Navarras vom 5./15. Januaran verschiedene Fürsten (Kursachsen, Lettres missives de Henri IV,II, 263 ff; L. Wilhelm, Marb. a. a.O. Or; Dänemark, Or; hier die Stelle:„ut ante alios prineipes R. S. V. primo sortis nostrae miserata est nosqneomni modo iuvare decrevit"). L. Wilhelm aatwortet S. am 5. März,auf Hülfe von den deutschen Protestanten sei kaum zu rechnen; erhabe wenig ausgerichtet, „praesertim apud istos, qui adhuc in dubiumvocant, utrum propter Schisma sacramentarium iuvandi sitis" (Pb.V° Colbert 402, Or.). Heinrich Julius von Halberstadt beruft sich inseiner Antwort an Navarra vom 20. Mai betreffs seiner Bereitwilligkeitzur Hülfe auf das Zeugniss J. C. und verspricht bei seinem Vater u. a.alles aufzubieten (Pb. Moreau 744, Cop.).
2 J. Fr. antwortete am 9. März, er wisse nichts von D., habe Wer-bungen verboten und sich der Händel bisher entschlagen. UnterstützungNavarras sei jedoch notwendig. Unter gl. Datum drückt J. Fr. dem L.Wilhelm sein Befremden darüber aus, dass an sie beide von dem vor-habenden Werk nichts gelangt sei, und erklärt sich bereit mit Handanzulegen; beil. die Korr. mit seinem Vater, die er zu verbrennenbittet. W. sollte J. C. zu stillem und bescheidenen Vorgehen ermahnen.W. antwortet aus Kassel am 15. März höchst entrüstet über die Hinde-rung der Werbung für Navarra; es sei alles das Werk Kaspars vonSchönberg, „der auch fast an allen hoefen suos fautores magnaquepeeunia corrumpirt hat, das sie die herren solcher dinge bereden";ein vornehmer früher wohlgeneigter Fürst soll neulich erklärt haben,