448 1586 512—513.
29. Novbr. kommen soll, 2 ) „von denselben puncten und obstaculis, so ein kunf-9. DezbrT tigen reichstag veihintern oder gar zu nix machen", reden. Danachlässt sich dann über die Zusammenkunft entscheiden. Die Grava-mina der Oonfessionisten werden dieselben wie ao. 75. zu Regens-burg sein, lauter Spezialfälle, wozu noch die Würzburgische Refor-mation, 3 ) Stadt Köln, Exekution contra cives haereticos, Augsburgund die Aachische Sache kommen; wogegen die damaligen katho-lischen Gravamina „anders schneiden und lauter res und substan-tiae seien"; diese und die neu hinzugekommenen sollte man voreinem R. Tag sammeln und nicht wie früher auf den Vorstreichder Sektirer warten- Empfiehlt hiefür den trieriscben Kanzler.
Mc. Rel. Acta d. röm. R. 1534—86. YI- 3-45. Eigh.
1) -Vgl. no. 428; 501; 504. Im Sept, 1587 lief die 1582 auf 5 Jahre be-willigte Türkenhülfe zu Ende; ausserdem fasste der Kaiser damals auchdie Wahl eines römischen Königs ernsthafter ins Auge. Wilhelms Ab-sicht, auf der nächsten Versammlung des Landsberger Bundes den An-fang zu einer Vereinigung der katholischen Stände zu machen, wird vomErzb. Georg von Salzburg (Sehr, vom 6./16. Dez. Mc. Fürstens. XXX.329 eigh.) gebilligt, der auch seinerseits Erneuerung der protestantischenBemühungen um die Freistellung auf dem R. Tag befürchtet. Vgl.no. 437 A. 2; Stieve, Briefe und Acten IV, 17.
2) Sachsen zog vor, eine Gesandtschaft nach Prag zu schicken, „cumiam ob graves causas impediatur" (Pauli an Camerarius, Dresden29. Dez.).
3) Am 3./13. Dez. schreibt Baiern an Würzburg, er habe im Ge-spräch mit dem "Vicekanzler bemerkt, dass der Kaiser wohl kaum Würz-burg schriftlich zur Fortsetzung seiner Reformation auffordern würde,dass aber W. sich im Fall der Fortsetzung „guetes schütz bei I. Mt. zugetrösten, welches dann auch nit wenig ist;" W. soll den Vicekanzlerund den Erzh. Ferdinand ersuchen, dies im Notfall beim Kaiser zu be-fürworten (Mc. R. Rel. Acta XI. 403 Cop.).
3. Dezbr. 513. Landgraf WilheIm an Kurfürst Christian.Cassel
Sucht die ablehnende Erklärung Chr. in der navarrischen Sachedurch ausführliche Darlegung der päpstlichen Praktiken gegenDeutschland zu entkräften.
[Eigh. Nachschrift:] „Ich bit E. L. ganz freundlich, sie woltendiesen discours von mir nit übel aufnemen, auch dahin nit versten,das ich gern ainen krig sehen oder E. L. als einen jungen mutigenfursten darzu verhetzen wolte; dan ich wais wol, quod oleumnon sit addendum camino. Was ich aber schraib, geschieht waisgot nullo privato affectu, sed tantum conservande et propagandeveritatis et avertendi impendentis mali studio, damit E. L., als ufden alle stend A. C. ein sonderlich aufsieht und vertrauen haben,nach dem sie auch weniger nit als dero hern vater seligen sichrichten, diesen sachen, als dazu sie sonder zwaifel von got be-ruffen, waiter nachdenken mögen."
Dr. 9304, frzos. Legalon. Or.