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2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
Seite
421
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492-493. 1586 421

Kanzler und D. Varenbüler zu Ungunsten des Pf. Georg Hans ab-4 Oktobergegebnen Bedenken. Der Sessionsstreit auf einem R. Tag beimKaiser anzubringen und nötigenfalls auf dem Rechtsweg zu ent-scheiden. Vom lüttichischen Kohlenhandel wissen sie nichts. DieAbstellung der Zerrüttung im Reich und in den Niederlanden wäresehr zu wünschen, ist aber einem oder zweien, besonders geringerenStands, ohne Beistand der übrigen unmöglich, „fürnemblich aberfür ein allgemeine reichsversamblung gehörig". Da der Pf. keineAntwort begehrt, für diesmal auf sich beruhen zu lassen; aufweiteres Drängen eine Generalantwort zu geben.

St. Pfalz XXI. 2. Or.

1) Dieses ausführliche Sehr, des Pf. an Herzog Ludwig (Lützelstein30. Juli, unterzeichnet von des Pf. binterlassenen Räten: Dr. GregoriusHenning, Kanzler, und Peter Bauscher, Kanzleiregistrator, St. Or.)recapitulirt die vom Pf. auf dem "Wormser Dep. Tag betriebenen Ange-legenheiten (pfälz. Erbforderung; Philipp Ludwig von Mainz vor GeorgHans zur Visitation beschrieben; Gravamina über seine bisherige Behand-lung von Seiten des Reichs) und den parteiischen Bescheid des Dep.Tags, sendet die vier Orationen, empfiehlt den lüttichischen Kohlen-handel und ergeht sich über die schmähliche Situation des Reichs ins-besondere Spanien gegenüber; „es solte bald einer wünschen, das er keinTeutscher geboren wehre, als das er solt also schimpflich hören redenvon der Verachtung der teutschen fursten". Es fehlt nicht an drohendenAndeutungen über einen bevorstehenden Schlag gegen die deutschenFürsten. Vgl. no. 447.

493. Quitry an Johann Casimir. 7. Oktober

Bittet um Audienz für Navarra's Gesandten Mongla, der in20 Tagen von La Rochelle hieher gereist und zu baldiger Rück-kehr genötigt ist. Navarra ist einerseits durch die Armeen Maine's,Biron's und Matignon's eingeschlossen und wird andrerseits vonder Königin Mutter gedrängt. Mehr als ein Sehr. Navarra's anihn wird bei der Unsicherheit der Briefe Mongla berichten. Schicktein neueres Edikt vom Oktober zum Beweis, wie wenig die An-kunft der deutschen Gesandten genützt hat; „si peu qui reste estprest de perir, si V. Alt. n'i met la main promptement". Schicktein Sehr. Montigny's an ihn. Gerücht „que du party des Angloisil y a eu quelque perte"; ein von Frankfurt nach Genf reisenderEngländer „Ouater Guillem" behauptete von „Vualzinguem" beauf-tragt zu sein ihm zu sagen, dass im Fall einer für England un-günstigen Wendung in den Niederlanden das für Frankreich be-stimmte Geld, wenn noch in den Händen Palavicino's, wahrschein-lich anderweitig verwendet würde. „II y a en Engleterredes hommes asös malitieuxs pour le conseiller, et maintenantsur quelque victoire ou succes des affaires du prince de Parme.