463-464. 1586 395
4 Wochen zu verschieben. Natürlich blosse Ausflucht. Er wollte 14. Julidie Legation weder ganz fortgehen lassen noch ganz rückgängig Heidel-macher., sondern hat, Kürze der Zeit wegen selbständig, angeordnet, ergdass Friedrich von Würtemberg, Wolf von Eisenburg und einerder Hessischen umkehren, die übrigen auf den König wartensollen. 1 )
Dr. 9304, frzös. Legation 1586—9. Or.
1) Vgl. no. 441; 446. Graf Wolf von Iaenburg (geb. 1533 f 1598,vgl. über ihn G. Simon, Gesch. des Hauses Ysenburg und Büdingen II,264 ff.) und die hessischen Gesandten Johann von Roishausen, Rat undOberbefehlshaber zu Cassel, Lewenstein und Des Traos waren am 4.,Graf Friedrich von Würtemberg (der nachmalige Herzog, vgl. über ihnP, Stalin in der allg. deutschen Biogr. "VIII, 45 ff.) am 5. inKaiserslautern eingetroffen. J. C. Gesandte, waren Sehregel und JohannPhilipp von Helmßtadt (vgl. Widder, Beschreibung der PfalzT, 50; II, 42).J. Chatte bei L. Wilhelm gegen die nachträgliche Einschiebung des FranzosenDes Traos Einwendungen erhoben (J. C. an L. W. Heidelb. 15. Juni, Marb.eigh. Zettel). L. W. meinte, gerade ein Franzose sei ja neben diesenguten Deutschen sehr brauchbar (an J. 0. 26. Jnni). Trotzdem wurdeDes Traos, als nicht in derlnstr. und den Nebenschriften aufgeführt, vonden übrigen Gesandten bei den Logationsgeschäften nicht zugelassen(Sehr, derselben mit Ausnahme der Hessischen zu deren Entschuldigungan J. C. und L. W. 28. Juli) und beschwerte sich desshalb bitter: vgl.unten 30. Juli. — Am 8/18. Juli hatte der Gouverneur von Metz Mon-cassin an J. C. geschrieben, der König, dem er nach J. 0. Versicherungdie Gesandten angekündigt hatte, habe dieselben bisher erwartet, müsseaber morgen zu einer 3—4wöchentlichen Kur der „eaues de Pouquespres Nevers" verreisen und bitte um Aufschub der Gesandtschaft. J. 0.sandte am 17. Juli einen Kurier mit einem um weitere Verhaltungsmass-regeln ersuchenden Sehr, an den K., hielt aber bei sich die Kur fürblosse Spiegelfechterei (J. 0. und L. W. an Sachsen, 19. Juli, Dr. Or.).In dei Tat achrieb der K. selbst an de Maisse hierüber spottend:„je me porte aussi bien que je feiz jamais" (Charri&re IV, 543 A.).Inzwischen waren die Gesandten am 11. zu Metz eingetroffen und,ohne sich hier durch Moncassin noch zu Chälons durch Pinart abhaltenzu lassen, weitergereist, nachdem sie am 12. dem IC. ihr Kommen ange-kündigt hatten; das oben von J. C. berührte'Sehr, vom 12. erhielten sieerst am 19. zuDormont; am 26. kamen sie i;ach Paris. Pinart hatte u. a.die Andeutung fallen lassen, „das es zu Pariss ein kitzlich volklein, vondem uns in S. K. W. abwesen leichtlich ein schimpf widerfahren möcht,dieweü es zu ihrer religion oder vielmehr superstition (wie er selbstsagt) einen sondern eifer, auch zu meuterei und entpörung vor andermgeneigt". Die Gesandten erklärten, sie verliessen sich auf die Autoritätdes K. und der deutschen Fürsten und auf des K. Passport und Geleit(die Gesandten an J. C. Paris 28. Juli, Marb. Cop. Ebd. eine Oop.des kgl. Passes vom 29. Jan./8. Febr.).
464. Wilhelm von Baiern an Kurfürst Christian. 16.
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Irrung zwischen Julius von Braunschweig und der Wittwe MünchenHerzog Erichs über ihr Wittum u. a. Kais. Commissäre (Trierund Philipp von Braunschweig) und Tag zur Unterhandlung aufMitte Sept. ausgeschrieben. Bittet Ch., den Herzog Julius, deretwas stark auf seinem Vorhaben verharrt und die verwittwete