378 1586 448-449.
20 - tw«- 448. Kurfürst Ernst an Heinrich von Guise.
30. Mai
Hat mit Vergnügen durch G. Sehr, vom 16. April von dessenglücklichem Erfolg gehört, dem wie er hofft Gottes Gnade weitereErfolge anreihen wird. Da G. auf die Grenze seines Gebiets kommtbittet er G., beim Angriff auf den Feind seine Untertanen vorSchädigung zu bewahren; hat seinen Gouverneur und Capitände Bouillon beauftragt gute Nachbarschaft zu halten.
Pb. f. frani;. 3349, f. 58. Cop.
20. Mai 449. S<§gur an Landgraf Wilhelm.
Frankfurt
Schickt den Dr. Joannes Gruys 1 ) an W., um durch diesen dieNotwendigkeit schleunigster Hülfe vorstellen zu lassen. Die Be-antwortung der dänischen Gesandten. Deutsche Werbungen derLiga: 8000 zu Ross und 9000 zu Fuss. Er sieht selbst viele hierdurchziehen. Klagen und Bitten. Man muss erst ein Heer auf-stellen, dann die Gesandten schicken; sonst heisst es: Dum Romaedeliberatur, Saguntum expugnatur. 2 ) W. möge die übrigen Fürstenin diesem Sinne beschicken und ermahnen lassen. 3 ) Erwartet Ver-haltungsbefehle von W. Gruys geht nach Dänemark.
Marb. Fr. u. H. HI. 1586. II. Or.
1) Eine Instr. für denselben an Joachim Ernst von Anhalt beiBeckmann. III,- 128 f. Am 20. April 1586 antworteten Bürgerin, undRat von Hamburg an Segur auf eine Werbung des Gruys, mit Bezug aufihre Erklärung vom 1. April 1584 [vgl. no. 252 A. 3] und auf die Legation(Pb. Vc Colbert 401, Or.; ähnlich Bremen am 25. April).
2) Vgl. das Sehr. Navarra's an Segur, von dem er seit drei Monatennichts gehört hatte, Bergerac 29. April (Berger, lettres de Henri, II,210 ff.). Schon am 3. April hatte Reuber an Hotman geschrieben, dieübrigen Fürsten seien sehr schwer für Navarra in Bewegung zu setzenund man solle nicht auf deutsche Hülfe warten (Hotom. epist. p. 188f.).Am 28. April schreibt Clervant aus Bischweiler an L. Wilhelm, die Ge-sandtschaft müsse durchaus vom Gerücht einer nachfolgenden Truppenhülfebegleitet werden; schon das Gerücht von einer starken deutschen Hülfsarmeeund ein kleines Wartgeld „seroit la conclusion d'une bonne pa'ix"; viele,,gens de bien" von beiden Religionen warten nur hierauf, um beimKönig gegen die Ligue aufzutreten. Dagegen empfahl ein Brief ausParis vom 12.'22. April, wovon J. C. einen Auszug an L. Wilhelmschickte, ein möglichst friedliches alle „braveries et menaces" vermei-dendes Auftreten der Gesandtschaft; „je croy, si nos ditz ambassadeurssont sages, discretz et prudens, que leur voyage ne sera pas inutille. Bienvous puis-je asseurer, qu'il ne faut pas qu'ils s'attendent du roy lerestablissement de l'edict, ainsi qu'aucuns pensent; et tant plus que ceuxde la religion retarderont ä s'aecomoder avec le roy, tant plus empire-ront les conditions de leur marche".
3) Diese Bitten und die Befürchtung, ,,fore, ut aegroto post obitummedicina paretur", wiederholt ein Sehr, aus Cassel vom 7. Juni, worinS. dem Landgrafen mitteilt, er gehe nach Hamburg, wohin Dänemarkeine beträchtliche Summe schicke, und um Erlegung des Vorschussesgegen Versicherung auf die navarrischen Besitzungen in Frankreich undden Niederlanden ersucht. Ein Sehr. S. an Anhalt vom 12. Juni hei