445-447. 1586 375
Gesandten zu Worms über einen von J. C. beabsichtigten Einfall 12. Maiin Westfalen hält er für Drohworte, „dan er uff sein wort nichtein fanen reiter wol zu wegen zu bringen hat", hat jedoch einenVertrauten nach Heidelberg geschickt. . . . Hat hier durchAnnahme der Bestallung von E. 1 ) bei Vielen grossen Undank aufsich geladen, „frage aber wenig darnach". Bittet, falls E. selbstihn nicht braucht, ihn bei andern zu befördern; dankt für E.freundliche Erklärung gegen Graf Karl „mein bestallung ahnlanget..... Dis lange gesudelte schreiben wöllestu nicht änderstals treuherzig gemeint verstehen und mich sambt fielen guten ge-sellen dier bizz in tot mit treuen herzen und dinsten zugeton zusein fier gewiss achten und halten." Wäre gern selbst bei E., daer durch eine Mittelsperson bei den sächsischen und branden-burgischen Gesandten erfahren hat, warum die Stände E. keinenBeistand leisten wollen, „auch durch was mittel du die hilf undbeistand vom ganzen reich leichtlich erlangen möchtest". Es wäreden Sachen wol zu helfen, mehr lässt sich aber diesmal der Federnicht vertrauen. Bittet das Sehr, zu zerreissen.
Mc. Köln. Or.-Acta XII, 507. Eigh.
1) Dieselbe, vom 20./30. März 1586, bestellt den M. zum Oberstenüber 1500 deutsche Pferde, gegen ein Jahrgeld von 5000 fl. Ebd. f. 503.Conc. Vgl. Jo. Pi storius, de vita et morte. . . D. Jacobi mareb. Bad. . . .orationes duae, Köln 1501, p. 52 ff. oben no. 143 A. 1. — Am 7. April hatteein Lorenz Schratter an Kf. Ernst geschrieben, eine Conföderation derprot. E. Stände, die in etlichen Wochen 6000 Pf. und 20000 zu Fussaufbringen könne, habe sich zu Gunsten des verjagten Truchsess mitEngland, Dänemark, Holland, Seeland, Issel und Geldern in Verbindunggesetzt; Casimir, Wolbram [Walbron], Beutterich und etliche Obristenund Riltmeister handeln wegen der Neussischen Sache zu Speier, wiesein von dort kommender Diener von Beutterich selbst vernommen (Ma.38/27).
446. Kurfürs-t Christian an Johann Casimir. 13- Mai
Witten-
Schregels Werbung. Hat die veränderten Instruktionen unter- ergzeichnet und vollzogen, die Credenz an den König und die Königingefertigt und beides Sehr, zugestellt. Will, falls Brandenburg1000 fl. erlegt, das Gleiche tun. Widerrät eine gleichzeitige An-mahnung des Königs wegen der Soldrückstände. Weiss nichts da-von, dass sich jemand der Seinigen gegen die Mandate seinesVaters, woran er die vom Adel bei der Huldigung erinnerte, zurWerbung oder Rüstung gebrauchen lassen.
Marb. Fr. u. H. HI. 1586. Cop.
■
447. Pfalzgraf Georg Hans an Dietrich Weyer. 20 - Mai
06 ■ LUttich
(Seine Reise in die Niederlande und Friedensbandlung zwischen Spanien,England, Holland und Seeland. Wünscht Unterstützung von J. C. undist bereit sich mit demselben eng zu verbinden. Das drohende Blutbad
in Deutschland. Seine bisherige Geduld. Guise's Anerbieten.)
Erwartet alle Stund die Begleitung vom Herzog von Parma, 1 )um zu diesem und dann zu den Staaten und dem Grafen Leicester