362 1586 431-432.
10. März Stände. Die Papisten haben sicher etwas Grosses im Sinn, wieauch die Augsburger Handlung zeigt. Fuggerische Wechsel, wieim schmalkaldischen Krieg. Gegenseitige Legationeu des Papstsund Kaisers. Bittet um Gutachten, wie dem Unheil zu be-gegnen. 1 )
Nürub. Rel. Acta 1524-1654. Or.
1) Würtemberg, sonst gewiss kein Freund protestantischer Unions-politik, war damals einer der Aufgeregtesten und hörte begierig auf jedesneue Gerücht über die Pläne der Katholischen. L. Wilhelm hatte ihnin einem Sehr, vom 11. Jan. 1586 eigens wegen dieser Sinnesänderungbeglückwünscht und suchte dieselbe durch Hinweis auf die päpstlicheExkommunikation u. s. w. sowie auf die Unterstützung der Hugenottenao. 62 zu befestigen (Marb. Cop.). Am 24. Febr. berichtete Pf. Reichardan Würtemberg nicht nur über jenen Handel mit den deutschen Studenten(no. . . .), sondern auch über die Zeitung von einem Convent zu Pisa,wo der spanische Gesandte und alle italien. Fürsten in Person unter"Vorsitz des päpstlichen Legaten beschlossen hätten, nach Deutschlandzu ziehen und „den Luther auszurotten" (St. Or.). Die Beschwerden derzu Ulm befindlichen aus Augsburg vertriebenen Evangelischen steigertenWürtembergs Eifer; er verwandte sich für sie bei Sachsen (8. März,Dr. Or.; ebenso bei Georg Friedrich, 8. März, Nürnb. Or.) und berichtete,die Papisten seien im Werk, Augsburg, Strassburg und Köln einzubekommen.Kf. Christian suchte den Herzog in seiner ausführlichen Antwort vom 28. März(Dr. Conc.) zu beruhigen. — Der Verf. der obigem Sehr, beiliegenden Zeitung(ein Würtemberger) berichtet von dem Besuch zweier Ungenannter undeines ansehnlichen Gelehrten, der über 6 .Tahre zu Rom war und erstvor einem Monat herauskam; derselbe habe ihm „in höchster gehaim"eröffnet, der Papst, Spanien und Frankreich seien wirklich verbunden undim Begriff, Genf, Strassburg und etliche deutsche Fürsten, besondersCasimir mit grosser Macht zu überziehen. Würtemberg, mit dem man„nit übel zufriden", solle nur stillsitzen, „sonderlich weil der kaiser auchdarin begriffen", und werde dann kein Leids erfahren. Aehnliches be-richtete Dr. Johann Buttner (Ansbach 4. März) über sein Gespräch zuKostnitz mit dem Hauptmann Schenk von Stauffenberg, der bei Erzh.Ferdinand in grossem Ansehen stehe; derselbe versicherte, der K. vonSpanien habe an Casimir geschrieben, falls letzterer wie er höre wiederzu einem Zug in die Niederlande werbe, werde er sich rächen; desshalbwerde J. C. wohl zu Haus bleiben; es lasse sich jetzt nicht mehr soübel ansehen wie vor zwei Monaten. Weitere Gerüchte auf der Reisevon Kostnitz: „man wurde bald einem grossen herrn durch die kuchenrauschen"; der Deutschmeister rüste zu einem Einfall in das Land„M. Gn. F. und H." (Markgr. Georg Friedrich); Ansuchen Baierns undKölnB bei etlichen Geistlichen um eine förmliche (Kontribution (Nürnb. Cop.).
12. März 432. Beutterich an (Schomberg).
Neiden-fels (Sein Herr bittet die "Verzögerung seiner Antwort auf das kgl. Sehr, zuentschuldigen. Die Legation durch Sachsens Tod verzögert. Freund-schaftsversicherung. Bittet dahin zu wirken, dass er an der Legationnicht teilzunehmen braucht.)
„Monsieur! Suivant ce que je mandai par mes dernieres es-quelles je respondois aux vostres du 21. de febvrier, j'ay receu