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12. Januar seine Anforderung an J. C. jetzt zur Hand nehmen; er der Königwolle ihm 30000 zu Fuss und 4000 zu Pt'erd drei Monate lang imFeld erhalten, „allein das er die churf. Pfalz also bald angreifeund sich daran nichts hindern lasse, weder pfaffeu (verba formaliaex Gallico translata) noch weiber noch doctores oder rät; solle diegelegenheit, die calva und nicht allwegen zu erwischen seie, nichtvon haud lassen, mit mehrern ausfuhrlichen und beweglichenWorten''. Glaubt zwar, dass der hochverständige Pf. die nur aufSchwächung der Pfalz und Hinderung einer Kriegsrüstung J. C.für die Hugenotten gerichtete Absicht des Königs erkennen undsolche papistische und blutdürstige Anschläge abweisen, dass aberder König trotzdem seine Praktiken auf andere Wege und durchandere Personen zu verwirklicheu suchen wird. „Derowegen E. Gu.solche sachen herrn D. Beuterich als churf. Pfalz obristen und ge-meinen kriegsraht eröffnen wolle, so er änderst noch zu Strassburg,oder auch an I. Ch. Gn. solches selbst gelangen lassen und andere,
denen daran gelegen.".....
Am 6. Januar kam ein guisischer Gesandter hier bei dem vonBollweill an und reiste am 8. zurück nach Elsasszabern zumBischof. „Und helt sich diser Guisianer, als ob er weltlich wehre,ist aber facie, habitu et forma in omnibus einem rechten Jesuitergar gleich, der vieler sprochen erfahren und in theologia von allersecten und parteien meinungen iu specie reden kan, der alle landund stett eigentliche kundschaft hat." Am 9. war ein kgl. Ge-sandter (derselbe, der G. H. das kgl. Sehr, brachte) zu Pfaffenhofenbei mons r Malroy. Glaubt, dass Malroy, der viel bei Dietrich vonSchönberg, zuweilen auch bei dem von Pollweill ist, nach Würtem-berg zieht, vielleicht im Auftrag von G. H. 2 )
Str. Cop.
1) Vgl. über ihn no. .161 A. 1. Der Discurs (bezeichnet „D. H. R.discours") mit der Anrede: „Wolgeborner gnediger herr", wurde bei denGeheimen der Stadt Strassburg verlesen („lectum bei M. Gn. H. 13 son-tag den 23' en Januarii ao. etc. 1586"). Die hier weggelassene grösserePartie des Schriftstücks ergeht sich, wie das die Art des Verf. ist, inwunderlichen politischen Combinationen und Prophezeiungen von derkünftigen Gestaltung Europas, Teilung des Reichs unter Papisten,Lutheranern und Calvinisten, Ende des Papsttums bald nach demJ. 160U u. s. w.
2) Ueber den wirklich vorhandenen Plan Lothringens mit dem B. vonStrassburg und mit Bollweiler, dem Statthalter Erzh. Ferdinands, einestattliche Armee gegen den erwarteten Einfall der deutsebprotestantischenHülfsarmee aufzubringen, schreibt Guise an Mendoza, Chälons 19/29.Jan.(de Croze I, 368 f.); Guise schlägt Fühlung dieses Bundes mit Burgundund Luxemburg vor und meint: „Ce seroit ung beau commence-ment d'une ligue generale des catoliques."
15. Januar 407. Pauli an Camerarius.
Dresden
. . . . Sie waren vier Wochen zu Dessau „non sine aliquamolestia"; am 7. Jan. fand die Hochzeit statt, 1 ) am 10. reisten sie