400-401.
1586
329
400. Johann Casimir an Kurfürst August.
Wie die Sehr, des Kaisers über die uavarrischen Werbungengemeint, ist leicht zu sehen. Päpstliche Exkommunikation; auchin Deutschland würde es nicht au Exekutoreu mangeln. Absichtauf dem Dep. Tag die deutsche Freiheit im Punkt der Patente zubeschränken. Schlägt gesonderte Verhandlung der Hessischen undpfälzischen zu Worms darüber vor, ob nicht der Kaiser zu ver-warnen, er möge im Interesse der Stände A. C. sowie seines eignenHauses dem Papst nicht zu viel einräumen. 1 )
Marb. Or.
1) M. m. an Brandenburg, Julius von Brauriscbweig und L. Wilhelm.— Pf. Johann schreibt am 12. Jan. an J. 0. über die Bedrohung derEvangelischen durch die Katholischen im Reich, namentlich auf demDep. Tag. Sein eignes ausführliches Gutachten für diesen Tag erwähntausser dem französ. Krieg das päpstliche Sehr, an den Kaiser (no. . .),das Gerücht, Georg Hans habe von Erzh. Ferdinand den Pass durch dasElsass nach Prankreich erlangt, eine Aeusserung Triers, der PassauerVertrag sei keine R. Constitution, die parteiischen Patente des Kaisers,den Eid der Geistlichen u. s. w. Beigelegt Mandate des Kaisers Max Izu Gunsten des gebannten Grafen Philipp von Virnenbcrg vom 20. Nov.und 9. Dez. 1505, nebst zwei Dokumenten hierüber. J. C. dankt hiefüram 21. Jan. und bittet J. weiter unter den alten Briefen zu suchen, „obsie auch von kaiser Ludwigs acten, so sich dem pabst in viel weg, wieE. L. aus der geschichtschreiber buchern bericht sein mag, widersetzt,etwas finden".
i. JanuarHeidel-berg
401. Johann Casimir an Segur.
Auf dessen Sehr.; wünscht S., der hoffentlich einen guten Ent-schluss seiner Verwandten mitbringt, möglichst bald zu sehen.Clervaiit und Beutrich sind nach Strassburg, der erstere will in dieSchweiz. „Beutrich sera, comme j'espere, de retour ä vostrearivee." Nachriebt aus Frankreich, dass Montmorency und Des-diguieres viele Städte und Plätze genommen und der Hungerdu Maine's Armee zum Rückzug genötigt hat; falsches Gerücht,dass Conde letzteren geschlagen habe und du Maine und Turainedabei geblieben seien. Conde soll in Rochelle sein und der Königsehr fürchten „qu'il sort de pardecä: pleut ä dieu qu'il y fnt.Caspar de Schonberg est en Loraine, desire de traicter avecquemoy pour le paiement de nies reutres, -mais je croy que c'est pluspour aprendre Testat des affaires de par-decä. 1 ) Je luy ay assignele 13 jour de ce mois en la ville de Sarbruck." Epernon hat inMetz Moncassin aus der Citadelle entfernt und zum Gouverneurder Stadt gemacht; die Garnison verstärkt. „Si vous aportäs bonnenouvelles, faites bonne mine, et peu de paroles, car il y a forced'espions de par-decä. Ne prenez pas grand train avecquevous pour des raisons que seavez bien. Vous estes sur ung bonchemin. . . .
5. JanuarHeidel-berg