321—322. 1585 249
Dach Prag verordneten pfälz. Gesandten berichteten ihm, J. C. 24. Märzwolle dies auf dem Rechtsweg suchen, da die simmeriscbe Linie indie Verträge hierüber nie gewilligt habe und deren Ungültigkeitden beiden vorigen Kff. von etlichen Universitäten und Juristenbestätigt worden sei; auf seinen Einwand, der Rechtsweg dürfteerfolglos bleiben, antworteten sie „mit etwaß bewegnus, sie möchtenuns zu keinem richter haben". Das Ganze wohl das „jegenschoch"gegen ev. Vexationen Würtembergs. Glaubt nicht an Praktikenj. C- gegen L. 1 ) ....
Marb. Cop.
1) Auch M. Georg Friedrich glaubte nicht an ernstliche RüstungenJ. C. und kränkte den Herzog Ludwig besonders durch die Vermutung,J. 0. Unwille sei wohl „durch unser [Ludwigs] theologorum ohnver-schembt scbmehen und calumnieren" verursacht (Würtemberg an G. Fr.27. März, Mc. CXXIII. 1014. Or). Eine Verteidigung Andreä's undOsiander's gegen solche Vorwürfe, Stuttg. 24. Februar, ebd.).
322. Johann Casimir an Kurfürst August. 29. März
Heidel-(Die guisischen Werbungen gegen Navarra und die Hugenotten gerichtet; bergder König vielleicht im EinverständnisB. Päpstliche Absichten gegen dieStände der A. C. Polen. Gegenmassregeln.)
Guisische Werbungen in Deutschland; Mandelsslo, Ott Plat,Betstein, Melchior von Eltz, Georg von Westerbuig u. a. betei-ligt. Spanien und der Papst mit im Spiel; Nevers erwartet daspäpstliche Kriegsvolk in „Nissa". Diese Rüstungen gelten gewissnicht den Niederlanden; auch würden sich Deutsche kaum gegenStrassburg gebrauchen lassen, obwohl neuerdings wegen eines Aus-falls der Franzosen im Elsass Warnungen eingelaufen sind und derB. von Strassburg mit den Guisischen viel Gemeinschaft hat. 1 )Vielmehr scheinen zunächst die Krone selbst und die Religionsver-wandten in Frankreich gemeint zu sein. Association der Cardinälevon Bourbon, Guise u. a. wegen der Absicht des Königs die Suc-cession bei Navarra bleiben zu lassen; die fünf Punkte diesesBündnisses. Sicherheitsmassregeln des Königs in Paris; GutachtenNavarra's, der zum Widerstand riet; Abfertigung Clervants in dieSchweiz, um 12000 Mann vor Paris zu bringen, Schombergs nachDeutschland, Aufmahnung Montmorency's mit seinen Truppen andie deutsche Grenze. Trotzdem und trotz des Ehrgeizes der Guisenvermuten viele, der König liege mit unter der Decke und es seiein angelegtes Spiel, Navarra und die Religionsverwandten sicherzu machen und dann aufzureiben, wie anno 72. mit dem Admiral u. a.,als Schomberg auch herausgeschickt, geschehen. Auch Hesse derKönig sich vielleicht gern zur Aufstellung eines andern Nachfolgers(Cardinal von Bourbon, d. h. bei dessen Alter Haus Guise) nötigen.Jedenfalls gilt es die Austilgung der Religionsverwandten. Navarrasollte durch den Sekretär seiner Gemahlin vergiftet werden.
Der Papst, Spanien u. a. fangen dieses grosse Werk nichtallein um der Guisianer Dignität willen an, sondern der Papst be-absichtigt, wenn man mit den hugenottischen Ketzern fertig, auch