J82
1583
245-248.
5. Dezbr. schreibt Banos aus Paris an Gebbard, Navarra habe sich nach mehrerenUnterredungen „avec moy seul ä seul" entschlossen; besonders eifrigzeigten sich Cbatillon und Clervant. JuniuB „qui a passe en ceste villedepuis huit joura", habe berichtet, G. sei von allen R.-Fürsten verlassen.Wiesb. a a. O. Cop.
6. Dezbr. 246. Johann Casimir an Conde.
Heidel-berg Beglaubigt den s r de La Huguerye und versichert die Fort-dauer „en l'amitiö fraternelle que je vous ay juree", und seinenWunsch nach möglichst enger Correspondenz mit Navarra und C.
Pb. Vo de Colbert 29. Or.
^ Dezbr.München
247. Wilhelm von Baiern an den Kaiser.
Köln. Sache. Der kais. Abforderung folgte nur „mein mitschmerzen zu melden aufrüerischer vetter" J. C. jedenfalls wider-willig. Gebhard praktizirt wieder mit den Franzosen. Die geist-lichen Kff. wollen nur kunktiren, disputiren und mit Worten ful-miniren. Hat bisher 200000 fl. aufgewendet. Der Papst gab voreinigen Monaten 40000 V. Parma und die Spanier haben mehr ge-schadet als genützt; der Oberst Bazzo zog während der Niederlagevon Hülst ruhig vorbei. . . . Schlägt u. a. eine Zusammenkunftder Katholischen vor. ......
Ma. 9/2 f. +96. Oop.
IL21.
Dezbr.
248. Dr. Franz
Burkhardt, kölnischerWilhelm von Baiern.
Kanzler, an
Brühl
Zu Frankfurt wurde „ab non nostre religionis hominibus" da-hin votirt, sie seien abgefertigt diese Handlung nach dem Rel.-Fr.zu reguliren; sollte Truehsess sich nicht weisen lassen, so müsstendie Kff. dem Rel. und Profanfrieden nachgehen; „item inen denTruchsessischen gesagt, man wurd zu Rotenburg nit von mediis,sonder von der exequution reden"; erfolge darin etwas Be-schwerliches, so wollten sie dessen keinen Verweis haben. . . .„Hab sorg, diss band [der Rel.-Friede] halt das reich, wie ainrauch ain alt haus, wöllichs doch zuletzt fallen mues. Principalitervero, quia pax nostra religionis caret catolico fundamento. Dweilwir aber gleuchwol in dise laidige zeit gefallen, so müssen wirtun, nit wie wir wollen, sonder wie wir können."......
Hat den ihm befreundeten Sächsischen „uti Lutheranis nonfuriosis, sed politicis" u. a. die gemeinsame Abstammung PapstGregors V. und Kaiser Ottos III., die den Grund zur goldenen Bullelegten, von Otto dem Grossen nachgewiesen. „Darumb wo dieSachsen der babst. H. die fuess nit küssen und sich der billikeitnach diemuetigen wollten, so sollten si zum wenigsten sich nit be-schwern, den huet für I. H. und dem stuel zu Rom abzutun." . .