60 1583 71-72
25. Januar erinnere ihn die gemeinsame Unterstützung Kölns durch Casimir undWUrtemberg an das Zusammensein Heinrichs von Eraunschweig und Phi-lipps von Im'intende".
» 2o.Januar 72. Jakob Kurtz von S eu f f ten a u l ) au den Kaiser.Köln
(Gebhard in der lutherischen Predigt. Die doppelte ltf. Kanzlei. Schwe-
bel, Schwartz, Dohna, Karl Truchsess. Gebhard ganz verstört. Sein
Verhältniss zu Alencon. Peter Ernst von Kriechingen über Gebhard und
Agnes von Mansfeld.)
„Den sontag 20 isten diss ist der churfürst zu Bonn sampt bai-den seinen briedern Carl und -Ferdinanden erstmals in der luteri-schen predig gewesen und darauf zu mittag und nacbt und bisheroteglich vor dem tisch ein luterischen predicanten betten lassen,und N. Scheggon, churf. pfälzischen und D. Osiandrum, wirtenber-gischen predicanten, an ieren tisch setzen lassen, auch ier iedemain becher wains zugepracht, in aller abgesandten gegenwart.
E. ß. kais. M. haben mier allergenedigist auferlegt zu erkun-digen, wer doch die maisteu anstifter dises vverks und hierundervon dem churfürsten gepraucht werden. Deme bin ich miglichesvleis nachkommen, und befinde erstlichen, das der alten I. Ch. Gu.raten von der ritterschaft gar kainer zu hof ist. Die gelertenkommen noch fast teglich in der canzlei zusamen und erledigender armen parteien justicisachen. Deren wirdt kainer in disemwerk gepraucht; und hat der canzler Franz Burkardt, seit er vomreichstag kommen, bei dem churfürsten niemals audienz gehabt,der churf. auch kain ainige reichs- oder andere zu Augspurg fir-gelofne handlang nie bisher referiern lassen. Was für Schriftenin disem werk hin und wider gefertigt werden, die stelt LicentiatSchwebol, zwaibruggischer canzler, und Do. Johann Schwartz, dergraven von Nassau bestelter rat und diener. 2 ) Und wierdet hcrrFabian freiherr von Thoua, E. kais. Mt. undertan, 3 ) pfalzgrafCasimiri gesandter, allen consiliis, die auch die gehaimsten seinsollen, adhibiert. Den haben auch I. Ch. Gn., weiln er zuvoretwas weit von hof gewont, zu negst zu sich losiern lassen. Diserund des churf. brueder graf Carl sein auch die firnembsten inkriegssachen. Sein also diser zeit zu Bonn zwo canzleien, derenman die ain die alt und die ander die luterisch canzlei nennet.
Der churfürst hat alle gelegenheit. geflohen, mit mier vil allainzu conversiern. Was die ursach, was ich nit aigentlich, vermuetewol, I. Ch. Gn. erinnern sich aller hand reden, so sie in rcligions-sachen die vordem zwai mal, die ich in E. kais. Mt. namen bei