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Aufenthalt in Bonij keinen sehr günstigen Eindruck mitgenommen; er 25. Dezbr.sagt in seiner Selbstbiographie: ,,Toh habe die Sachen daselbst in seltzamenterminis, nichts weniger aber als die furcht gottes und den eifer die gött-liche warheit zu befördern gefunden." Pf. Johann, dessen damals noch ent-schieden lutherische Richtung für Dohna so ärgerlich war, hatte schonzu Anfang des Jahrs auf seiner Jülicher Reise zu Köln mit Gebhard überdessen unziemlichen Lebenswandel ernstlich geredet und so die Be-mühungen der prot. Freunde des Erzb. unterstützt, vgl. Pant. Candidus.]n laudem Johannis I comitis Palatini — libri quatuor, Zweibr. 1605,
p. 64.
2) „Wollmeinend bedenken, wie die beede gemein, so jetzunder inder stat Collen ire .heimbliche exercitia religionis haben, zu der A. C.sich bekennende, in einen consensum zu pringen, zugleich und mitein-ander umb frei offenlich exercitium religionis zu erlangen" (Mb. a.a.O. 399 Or.,vom 22. Dezember, präs. zu Bonn 25. Dez ): Sie sollen sich trotz etwasungleichen Verstands in etlichen wenigen Punkten als Brüder mit Herzund Mund bekennen und bis zu endlicher Vergleichung vertragen, ohnealles Schmähen, und miteinander beim Rat um mindestens zwei Kirchennachsuchen, unter denen die. Supplikanten vom 8. Juni 1582 [vgl. Hä-b erlin XII, 349 ff.] die Wahl haben, wie denselben, im Fall nur einebewilligt wird, diese bleiben soll. Der andere Teil soll dann vorläufigin Häusern Gottesdienst halten, „wie dann auch beide teil zu fortpflan-zung mehrerer einigkoit beiderseits predigen zu besuchen sich geneigterzeigen wollen". Hieran nimmt Duhna besondern Anstoss.
3) Dr. Ludwig Culman, kurpfälz. Rat 1575 (_Kluckhohn II, 855),Vicekanzler 1593 -1605.
4) Vgl. Isselt p. 89 f.
5) Ueber den. Oesterreicher Pantaleon Candidus, geb. 1540 f 1608,Superintendent in Zweibrücken, vgl. allg. deutsche Biogr. III, 746 ff.
51. Dohna an Johann Casimir. 27. Dezbr.
(Vertrauliche Erklärung Kf. Gebhards in Sachen der Religion. Pf. Johann; BonnSupplikationen. J. C. Obersten. Landtag. Herzog Erich. AlenQon.)
. . . „Jetzo beruhet es darauf: soviel den bischof anlanget,hat derselbe gesterigs tags, nicht allein durch grave Albrechten zuNassau etc. mir anzeigen lassen, sondern auch mich zu sich erfor-dert und mir Selbsten diese wort gesagt, er merkte woll, das ichetwas melancholisch were, welches vielleicht daher kommen möchte,das ich mir imaginirte, als wolt der Lutheranismus allein in vor-stehender rei'ormation gefurdert und der Calvinismus ganz und garverhindert und hindau gesetzt werden. So bezeuge er mir aberbei gott und setzete mir leib und seel zu pfände, das er für seinperson solches zu tun nit gemeint, sondern wau er wüste, dassolches von andern geschehen und gefordert werden solle, so wolleer es helfen umbstossen, wie er sich dann dessen' gegen den gravenNeuenar, Wittgenstein und Solms albereit auch erclert; trüge esauch kein scheu für andern chur- und fürsten zu gestehen, wolteauch nachmals mit dem concordienwerk nichts zu schaffen haben,auch keinen menschen verdammen oder verfolgen. Mit vilemanderm vermelden, alles zu dem cffect meines erachtens gerichtet,
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