Druckschrift 
2 (1884) 1582 - 1586
Entstehung
Seite
38
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25. Dezbr. Sachsen erklärte sich, er wolle nicht viel schreiben; was ereinmal zugesagt, wolle er halten. Braunschweig bewilligte40000 Taler, die Grafen 50000 fl. Der Adel geht dem Kf. ziemlichan die Hand. Alles geht auf Beförderung des Luthertums. DerKf. begehrte durch ein eigh. Sehr. Kirchendiener von Pf. Reichard.H. Hans Hofprediger 5 ) hielt heut im grossen Saalabsente epis-copo" eine unanmutige Predigt und bat zuletzt für einen vor-nehmen Stand zu beten, der eine christliche Reformation anzu-richten gedenke. H. Hans veranlasste, dass Pf. Reichard gebetenwurde, seine Geistlichen das Gleiche tun zu lassen.

Kann nicht sehen, wie H. Hans oder Gr. Albrecht den Restder Summe aufbringen wollen; dieses steht daher bei J. C, ,,die-wcil man den Lutheranismum mehr als unser wahre christlichereligion zu propagiren sich understehet".

In einem weiteren Gespräch mit dem Kf. bat er, communicatoconsilio zu handeln und beide Religionen gleicher Weise zu pro-moviren.

Der Kf. antwortete, das Bedenken gehe dahin, um 2 Kirchen,falls diese nicht zu erlangen, um eine für die martinischen Pre-digten anzusuchen; die ünsern sollten in den Häusern predigendürfen. Der Kf. setzte seiner Seelen Seligkeit zum Pfand, dieUnsern würden, che zwei Monate vorüber, auch eine Kirche inKöln haben. Johann von Nassau, L. von Witgenstein u. a. seieneinverstanden. Ersterer verreiste gestern; letzterer wird morgenerwartet.

Der Kf. hat sein Bekenntniss vom Nachtmahl durch Bononius(durch den H. Hans Alles bei der Stadt Köln verrichten lässt) auKurpfalz geschickt; er meint dabei zu bleiben undconcordiam

zwischen Martinisten und Calvinisten, uti vocant, zu treffen.....

Was Bononius für ein gesell, item Heinricus Gallus, lutherischerprediger zu Collen, für ein zauberer sei, hab ich dem churf. heutgesagt, ine darfur gewarnet. Aber er sagt, er lasse sie pleibenwer sie seien.

I. Ch. Gn. beruhen uf dem, das sie kein Ubiquitist zu seinnoch jemands der religion und glaubens Sachen halbe zu perse-quiren gedenken, sondern, wie vorgemelt, concordiam zwischen denA. C. verwandten und in etlichen puneten nit übereinstimmendenstenden zu machen verhoffen, welches mich eine hessische religionzu sein deuchte."........

H. Hans hat durch den von Galen mit Jülich unterhandelt,dieser aber einen Besuch seines Schwiegersohns, der seit einigerZeit in Bonn zum Missfallen des Kaisers prakticire, abgelehnt, umnicht auch in Verdacht zu kommen......

Mb. 93/5 f. 428. Or.

1) Ein Conc. des Memorials für Dohna, Heidelb. 20. Dezember, Mb.93/5 f. 443. Es berührt u. a., dass J. C. bieher gezogen und den Kf.nach möglichen Dingen animirt habe, dass Ehem Instruktion und Aus-schreiben fertigen und nachschicken werde, dass J. 0. gern vernommen,dass B. sich mit Alanconio nichts eingelassen, dass die gänzliche Refor-mation noch verschoben werden und B. sich das Examen der zu gestat-tenden Religionsübung vorbehalten solle. D. hatte von seinem ersten