24 1582 28-30.
27. Novbr. liehen Rückkehr der kürzlich durch Lothringen passirten Italiener (vgl.I. 361) „par mes terres". — Am 6. Nov. schreibt Lanty aus Ransierean J. 0. vom bevorstehenden Krieg zwischen den Königen und von derspanischen Friedenshandlung in den Niederlanden, zu welcher ein päpst-licher Gesandter durch Nancy gereist sei. Mc. Eigh.
27. Novbr. 29. Herzog Ludwig von Würtemberg an Gebhard.Stuttgart
Auf die Werbung von Gr. Bruder Karl Erbtruchsess. 1 ) Freutsich über dieses von Gott verordnete Werk; rät zur Benützungder Ref. Erzb. Hermanns und vor Allem zur Aufstellung reinerbescheidener Theologen, die „contra papatum nicht onbeschaiden-lich tumultuieren," ferner zur unbedingten Fernhaltung des Zvving-lianismus.
Mb, 93/5 f. 284. Cop.
1) Karl Erbtruchsess Freiherr zu Waldburg, Herr zu Scher undTrauchburg, geb. 7. Aug. 1548 (Matth. von Pappenheim, Chronik derTruchsessen von Waldburg II, Kempten 1785, p. 208), im J. 1577 Prä-sident des R. Kammergerichts, kais. Mundschenk (Sam. Zimmerman,Titularbuech p. 71). Ueber seinen Streit mit Erzh. Ferdinand, der letz-teren im J. 1581 sogar zu kriegerischen Demonstrationen veranlasste, vgl.die Depeschen des venezian. Gesandten Badoer aus Prag vom 21. 28. Febr.1. März, 16. Mai 1581 (Wh. D. V.). -- Eine Zeitung vom 20. Dez. 1582(von Erzh. Ferdinand unter dem 30. Dez. an Wilhelm von Baiern ge-schickt) berichtet, Karl Tr. habe sich dieser Tage an der Tafel des Her-zogs von Würtemberg öffentlich geäussert, „er sei lang genueg imbabstumb gesteckt; weil er aber numer erleucht, welle er aller pfaffenund Jesuiter feind sein und bleiben"; derselbe sei mit Würtemberg undeinem jungen Landgrafen nach der Pfalz verreist (Ma. 130/1 Cop.).
29. Novbr. 30. Kurfürst August an Heinrich von Bremen.Lichten-
erg Bei dem Vorgehen fremder Nationen gegen die bewusste Person
kann man s : ch unvermerkt auf andere Fälle gefasst machen;äussersten Falls soll es den Eindruck machen, dass man diesseitszu Tätlichkeiten genötigt worden sei. Hofft, dass es keiner Vor-setzung bedarf, und müsste erst wissen, was andere, zumal die zu-nächst Gesessenen zu tun bedacht. Hat von dem andern Ort 1 )noch keine Erklärung. Will sich nach Anhörung der Bedenkenvon Pfalz u. a. weiter entschliessen. Vorsicht mit den Schreibennötig; hat der bewussten Person diesmal nicht geantwortet, waser zu entschuldigen bittet, „das es allein der Ursachen halben ver-blieben." Kät H. die Stifter nicht zu verlassen, aber auch nichtsgegen sein Gewissen zu tun und sich auf die Landschaft zustützen. 2 )
Marl). Erzst. Köln Ref. I. Cop.
1) Brandenburg. Am 11. Dez. fertigt Sachsen aus Lichtenberg dengeheimen Rat Tarn von Sebottendorff an Br. ab, um dessen Gutachten inder kölnischen Sache zu erbitten und ev. eine Schickung brandenburgi-scher Räte nach Dresden vorzuschlagen. Die Antwort, Schönebecke