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Diese letztere Bedingung nahm der Landgraf an und er-reichte am 1. Februar 1619 glücklieh Malta, wo er vomGrofsmeister Louis de Vignacourt, Prinz von Gozza, freund-lich aufgenommen wurde (S. 14; ebenda bis 18 die Briefeüber die Fahrt bis Malta und den Aufenthalt daselbst). Aufdie Bitten und Vorstellungen des Grofsmeisters entschlofs ersich hier, zurückzukehren und segelte am 24. Februar, be-gleitet von dem Ordensgeneral und von mehreren Rittern,unter denen de Andelot, de Bertancourt, UgoliusGrifoni, von Rosenbach, von Clofsen, von Com-pressi genannt werden, über Syrakus, Messina nach Neapel,wo er am 4. März glücklich eintraf und freundlich auf-genommen wurde; der Vizekönig, Herzog von Ossuna, schofsihm 600 Dukaten vor, da Ludwig jetzt die in Alexandria,Constantinopel und Jerusalem fälligen Wechsel nicht erhebenkonnte (S. 19). Von Neapel erreichte er Rom am 12. März,wo er bei Paul V. eine Audienz hatte (S. 19—23); von daging er über Florenz, Venedig, München nach Darmstadtzurück, wo er am 7. Mai 1619 wieder glücklich eintraf(S. 23). Von hier aus sandte er den meisten angesehenenPersonen, die ihm unterwegs freundliche Dienste geleistethatten, wertvolle Geschenke; die Malteser erhielten unteranderen eine aus dem Zeughause zu Giefsen stammende Kar-thaune, die in La Vallette auf der Bastei der deutschen Ritteraufgestellt wurde (S. 24; dort auch die Inschrift derselben).
Die Reisebeschreibung gab Ludwig Baur im Archiv fürhessische Geschichte, IV. Bd. 1845, Nr. 5, S. 1—24 her-aus; sie enthält nichts von Jerusalem und dem heiligenGrabe, doch glaubten wir sie wegen ihres interessanten In-halts nicht übergehen zu müssen.
1619. Jakob Schreiber, Kirchmeier in Altdorf,wird Ritter des heiligen Grabes genannt (Akten im Archivzu Luzern). L.
1620—1629 bereiste Konrad Kraus aus Hof Europaund die ganze Levante (Donaueschingen, Cod. No. 488,S. XVII, 4°, 273M1.).
1623 am 7. Februar verliefs Heinrich Rantzow