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C. 1617. Um dieselbe Zeit wird der bekannte GlogauerAdept Balthasar Walther aus Syrien, Arabien undÄgypten heimgekehrt sein, wohin er im Interesse seiner al-chymistischen und kabbalistischen Studien sich vom Hofedes wallachischen Fürsten von Tergowist aus begeben hatte;nach seiner Eückkehr ging er von Glogau aus zu JakobBöhme nach Görlitz und hielt sich bei ihm drei Monateauf (Adolf Fechner, Jakob Böhme, Görlitz 1857, 69).
1618 u. 1619. Der Landgraf Ludwig V. vonHessen-Darmstadt beschlofs, durch Familien Unglück ge-beugt, eine Pilgerreise zu unternehmen (S. 1—4) und tratsie, trotzdem man ihn durchaus von seinem Plane abzubringensuchte (S. 5—7) am 1. August 1618 an; in seiner Be-gleitung befand sich aufser seinem Schwiegersohn HerzogLudwig Friedrich von Württemberg, ein Wormservom Adel, der Rat und Hauptmann zu Giefsen Wolf vonWeiteishausen, genannt Schrautenbach, der Stall-meister von Seebach und der Ritter Melchior vonSchwalbach, letzterer gegen ein Reisegeld von tiOÜ Flo-ren und monatlich 50 Floren, sowie freie Kost, Zehrungund notwendige Kleidung (S. 8). Er ging über Mömpel-gard und Basel nach Plaumont, wo Herzog Ludwig Fried-rich umkehrte, dann über Besancon, Lyon, Avignon nachMarseille. Da das nach Syrien bestimmte und gewählteSchiff erst in acht Wochen abgehen sollte, so machte er ersteine Reise nach Spanien und erreichte über Saragossa am23. Oktober Madrid (S. 9 —10), wo er bei dem kaiserlichenGesandten, dem Grafen Khevenhiller, Wohnung nahm undehrenvolle Aufnahme fand. Trotz der neuen Bitten seinerVerwandten, jetzt heimzukehren, ging er doch zurück nachToulon, von wo er am 19- Januar absegelte; man warüberein gekommen, dafs für die Fahrt nach Alexandria1500 Kronen und von da nach Jaffa resp. Jerusalem 1000Kronen zu zahlen seien, doch solle dieser Preis sich umeinige Hundert Kronen ermäfsigen, wenn man Zeit liefse,das Schiff zu befrachten, um dann ohne Aufenthalt in Maltaoder in irgendeinem anderen Hafen anzulaufen (S. 13 u. 14).