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346; II, 67ff.) und „ein Tirelar", (Richard von Butt-lar, seit 1466 Grofsprior) antraf (S. 302). Nach langenUnterhandlungen gab der Grofsmeister, der jeden Tag einenAngriff der türkischen Flotte befürchtete, den Pilgern unddem Patron Erlaubnis abzufahren (S. 303); am 12. JuH er-reichten sie über Accon, Nazareth, Nablus Jerusalem(S. 305 f.). Von da brachen sie am 25. Juli wieder nachAccon auf und fuhren auf einem Kauffahrtheischiffe überBeirut (S. 318) nach Tripolis, wo das Schiff wieder Warenan Bord nahm (S. 319), von da über Cypern nach Venedig;auf der Reise dahin wurden sie durch allerlei Kriegsgerüchtebeunruhigt (S. 321 — 322). Die für die Handelsgeschichtebesonders interessante Handschrift wurde, leider ohne sach-lichen Kommentar, veröffentlicht von Birlinger in HerrigsArchiv für neuere Sprachen, Berlin 1867, Bd. XL, 301—322.
1445 ward Gerhard II. zum Abt des Klosters Victringin Kärnthen gewählt, welcher während seiner zwanzigjäh-rigen Amtsdauer dreimal nach Jerusalem pilgerte (Wenden-thal V, 249; vgl. Keiblinger, Gesch. des BenediktinerstiftesMelk I, 280 Note).
1447—1449. Otto von Ziegler brachte von Jeru-salem, wo er Ritter des heiligen Grabes geworden war, einStück Wurzel von einer Weinrebe mit, aus welcher einBecher gearbeitet wurde, dessen Abbildung und GeschichteVulpius, Kuriositäten 1816, V, 501, Tafel 19 giebt. Dader Pilger 1451 in seiner Vaterstadt Erfurt in der Futter-gasse ein Haus bauen liefs, in dessen Fundament Spänevon jener Rebenwurzel versenkt wurden, habe, so wirdberichtet, jenes Haus den Namen „zum Rebenstock" er-halten.
Kurz vor 1449 hatte sich Klaus, Kaufmann zu Saar-burg „um Götz willen" mehrere Jahre in Jerusalem undKonstantinopel aufgehalten und so viel Achtung erworben,dafs Herren, Ritter und Gelehrte ihn „zuleste grofslichenmit costbarem heiltum gnedielichen begobt hoben", das erder Kapelle Buderbach zu Westhofen schenkte, wo er zu-gleich eine ewige Messe stiften wollte. Graf Ludwig V.