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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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von Lichtenberg gab daher den Sammlern von Beiträgenfür diese letztere Stiftung einen Empfehlungsbrief mit, inwelchem er als jene Reliquien nennt: ein Stück von derGeifselungssäule, vom heiligen Kreuz, vom Balsambaum „dounser lieber Herre von gesalbt und gebalsamt wart zu derzytt siner begrebnifs", ein Stück vom Mosesstabe, ein Stückvon den zwölf Steinen, die Moses von Gott bei der Er-scheinung im flammenden Busch empfangen habe und vonSt. Anastasia. Die Urkunde erklärt, dafs Klaus über dieEchtheit der Reliquien „uns erber versigelte kuntschaft fur-brocht, gewiset und gezuoget" (J. G. Lehmann, Gesch. derGrafschaft Hanau-Lichtenberg I, S. 262 f.).

1449(a.) Stephan von Gumppenberg verliefs mitFriedrich von Wolfskel, Hans von Kamerau,Hans Striegel, Nikolaus Magerer, dem Kaplan Jo-hannes Eyselhauer und einem Diener am 11. AugustWürzburg (S. 235 a) traf nach dreizehn Tagen in Venedigein, von wo er am 3. September absegelte und am 1. Ok-tober Jaffa erreichte (S. 237a). Stephan starb am 14. No-vember in Jerusalem und ward auf dem Zion begraben(S. 239). Die übrigen Pilger brachen von da am 18. Jan.1450 nach Nazareth auf, besuchten die Stätten um denSee Genezareth und langten am 25. Januar in Damaskusan (S. 242 a), das sie am 31. Januar wieder verliefsen(S. 243); auf dieser Reise trafen sie einen Deutschen, derzehn Tage ohne Geleitsmann von Damaskus aus umher-gelaufen war (S. 241a). Von Beirut segelten sie am 8. Fe-bruar ab (S. 243 a) und trafen in Nicosia am 17. FebruarPeter Wolf Striegel (S. 244); hier landeten am14. März viele polnische, preufsische und niederländischePilger (S. 245). Am 10. April trafen sie in Venedig einund traten mit dem Nürnberger Kaufmann Lorenz (von Boln)den Heimweg an (S. 246); am 4. Mai langten sie in Würz-burg wieder an (S. 247).

Diese Nachrichten finden sich im Reyfsbuch 1584, 235 a—250. In der Geschichte der Familie von Gumppenberg,herausgegeben von L. Alb. Freiherr v. Gumppenberg, Würz-