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diese Reliquien nach 1453 gekommen seien; Römer schenkte sie andie Marienkirche zu Zwickau, wo sie Wallenstein am 1. September1632 raubte (Gräfse II, 3—4; vgl. Johanniterblatt 1880, S. 280).Als Reisegefährte des Landgrafen Ludwig von Hessen (1491) wirdGraf Johann von Ziegenhain, der letzte seines Stammes, genannt,welcher in Venedig zufällig einen Kaufmann traf, dem er, wie oftgeschah, im Habichtswalde aus Mutwillen den Wagen umgeworfenhatte; der Kaufmann wollte ihn anfangs aus Rache dafür festnehmenlassen (Johanniterblatt 1878, Nr. 5, S. 28). Auch sollen der FreiherrWerner von Zimmern mit dem Grafen von Kirchberg und Freiherrnvon Tengen (1483) auf ihrer Fahrt Meerfrauen angetroffen und (wieder Ritter Petermann von Temringen vom Schlosse Staufenberg; vgl.Engelhardt, Der Ritter von Staufenberg, Strafsburg 1823) sich mitihnen verheiratet haben (Zimmersche Chronik 1, 26 ff. •, Birlinger, AusSchwaben, S. 7 f. Sollte darin vielleicht eine Reminiscenz an die cy-prische Sage von der schönen Melusine, die im Hause der Lusignansspielt, liegen?). Aufser den Fahrten des Hans Bodmann, der nachsiebenjährigem Umherirren durch das Nebelmännchen die Nach-richt empfangt, dafs eben seine Gemahlin Hochzeit feiere, und durchdessen Hilfe gegen das Versprechen, das Nebelläuten auf dem Boden-see aufhören zu lassen, noch zur rechten Stunde nachhause zurück-kehrt, um ganz wie Heinrich der Löwe durch einen Ring im Bechersich als der verloren geglaubte rechte Ehegemahl zu erweisen (Un-land, Werke VIII, 424-428; vgl. Pilgerkatalog 1308) und aufser derPilgerreise des Grafen Friedrich VII. von Hohenzollern - Ottingen(Pilgerkatalog 1443 a) ist es besonders das Haus der Montfort, vondem die Sage vielerlei zu melden weifs. Ein Graf Albrecht vonM. Werdenberg soll nach Portugal und dann über Rhodus, wo erden Grafen Johann von Pfirt trifft, mit Marquard von Altstettennach Jerusalem gegangen sein und die Tochter des portugiesischenKönigs Elise geheiratet habe (vgl. Zimmersche Cbron. III, 194ff.). DerVater Albrechts war sogar bis Cathay gereist und hatte die Königinim Gotteskampf als der ihr vorgeworfenen Untreue nicht schuldig er-wiesen, wofür er von ihr das Tuch Christi empfing, in welches derLeichnam Christi nach der Kreuzabnahme eingewickelt worden war(Thomas Lirer von Rankwil, Alte schwäbische Geschichten herausg.von Wegelin, Lindau 1761, c. 31—36, woraus die Darstellung beiKaiser, Gesch. des Fürstentums Lichtenstein 135—136 geflossen ist).Andere Pilger brachten aus dem heiligen Lande allerlei mit z. B.Arzeneien, wie die Sage des Klosters Fischbeck zeigt (GräfseII, 815), und Gangolf von Mendt, welcher seinen Unterthanen irgend-etwas Wertvolles mitzubringen versprochen hatte, aber er erhielt dengöttlichen Befehl, heimgekehrt mit dem Pilgerstabe auf die Erde zustofsen, dann werde eine neue Quelle emporschiefsen, die den Seinen